14 untrügliche Anzeichen, dass du gerade unproduktiv bist

By | 17. September 2019
Gelangweilter Hund der gerade unproduktiv ist
Bild: Pitsch / pixabay.de

Ich bin ziemlich gut darin, stundenlang vor dem PC zu sitzen, beschäftigt zu sein und trotzdem bin ich unproduktiv. Es gibt ziemlich viele unproduktive Verhaltensweisen, die wir vielleicht auch manchmal brauchen, um unseren Stress zu verarbeiten.

Trotzdem sollte man sich seiner Un­pro­duk­ti­vi­tät bewusst sein, damit man selbst entscheiden kann, ob sich das unproduktiv sein gerade lohnt oder ob man nicht doch den Hebel umlegt.

Nun ein paar Anzeichen, wie du garantiert erkennst, dass du gerade unproduktiv bist.

Du liest im Internet, aber du notierst nichts

Wenn du gerade im Internet surfst und der Erkenntnisgewinn nicht gut genug ist, dass du dir Notizen für deine persönlichen Ziele machst, dann surfst du gerade vermutlich nur zum Vergnügen oder aus Langeweile!

Da ich wieder auf Firefox umgestiegen bin, nutze ich meist pocket um die Seite zu speichern und Notizen mache ich mir in mein Mindmap oder direkt in dem dazu angedachten Blogbeitrag beziehungsweise im dazugehörigen Social-Media-Posting.

Du bist gerade zu hart zu dir selbst

Du denkst gerade über verpasste Chancen nach oder darüber, dass du das Vorhaben XY ja sowieso nicht schaffst und überhaupt hätte man alles besser machen können.

Es ist wichtig Fehler zu analysieren, damit man es beim nächsten mal besser / anders macht. Aber wenn du schon einmal darüber nachgedacht hast und deine Schlüsse eigentlich schon daraus gezogen hast, hör auf und denk an was anderes. Ja, so simpel ist das. Alles andere ist unproduktiv und destruktiv!

Du schwingst große Reden, lieferst aber nicht ab

Jeder kennt diese Personen, die alles besser wissen, große Pläne haben und am Ende des Tages nichts Vorzeigbares liefern.

Ich weiß, dass es manchmal so aussieht, dass die Quatscher die Erfolgreichen sind und nicht die Macher. Aber die, die quatschen können und erfolgreich sind, haben meist noch ein paar andere Attribute, die sie erfolgreich machen. Zum Beispiel ein hervorragendes Networking. Dazu muss man aber auch liefern, obwohl es für den Außenstehenden eher nach Nichtstun aussieht.

Wer hingegen groß ankündigt, morgen den Markt umzukrempeln und zwei Jahre später noch nicht einmal die Firma dazu gegründet hat, den wird man irgendwann nicht mehr ernst nehmen.

Du startest ein weiteres Projekt

Als alter Generalist tut mir diese Erkenntnis am meisten weh. Wenn du jedoch unbedingt noch unproduktiver werden möchtest, dann starte noch ein paar weitere Projekte und fokussiere dich ja nicht auf das, was du schon erfolgreich etabliert hast.

Erfolg ist eigentlich in den meisten Fällen Ausdauer plus Können. Und oft fehlt Leuten mit Können die Ausdauer, weshalb der Erfolg ausbleibt. Ich kann ein Lied davon singen, denn am liebsten würde ich gerade in diesem Moment lieber ein neues Projekt starten, als an diesem Beitrag zu arbeiten. Obwohl mir das Schreiben viel Spaß macht.

Aber du weißt ja, auf der anderen Seite des Zauns ist das Gras immer viel grüner!

Du vergleichst dich mit anderen

“Aber der Lukas aus meiner ehemaligen Klasse ist genauso alt und hat schon viel mehr erreicht als ich!” – Wer kennt solche Gedanken nicht? Aber sie sind total unproduktiv!

Es schadet nichts, sinnvolle Vorbilder zu besitzen und aus deren Erfahrungen zu lernen. Aber es ist enorm unproduktiv, wenn du dich mit anderen Leuten vergleichst.

Du wirst dadurch weder besser, noch wird es dich weiterbringen, wenn du das Abziehbild der Person X wirst.

Wenn die Person, die du neidest, in deinem Freundeskreis ist, ist das noch besser. Lass dich von ihr in den Bereichen unterstützen, in denen sie erfolgreicher ist als du und nutze ihren Erfolg für deine Motivation, besser zu werden. Wir Menschen haben ein außergewöhnliches Konkurrenzempfinden, dies muss man nur produktiv anwenden.

Meine produktivsten Phasen hatte ich nach persönlichen Misserfolgen, weil ich es dann mir und allen anderen beweisen wollte. Wenn es gut läuft neige ich eher dazu unproduktiv zu sein.

Du bist über eine Aufgabe verärgert, obwohl du sie noch gar nicht angerührt hast

Man hat überhaupt keine Lust auf eine bestimmte Aufgabe und ist schon Ewigkeiten davor verärgert, dass man sie abarbeiten muss, obwohl man noch gar nichts dafür getan hat.

Du kannst die Aufgabe schon hassen, aber während du sie machst. Beiß die Zähne zusammen und zieh sie durch. In der Regel ist die Aufgabe, wenn man mal begonnen hat, sowieso nicht so schlimm, wie man sie im Vorfeld empfunden hat.

Aber Energie im Vorfeld zu verschwenden, um sich selbst zu bemitleiden, dass bald Aufgabe XY ansteht, ist ziemlich unproduktiv.

Du ersetzt Angst mit Spaß

Es läuft gerade nicht in deinem Leben. Egal ob privat oder im Beruf.

Anstatt dich aus der Situation herauszukämpfen hast du aber gerade ein Partywochenende auf Mallorca gebucht oder hängst abends nur noch in der Kneipe herum.


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Party machen und Spaß haben macht ohne schlechtes Gewissen noch viel mehr Spaß. Das heißt auch nicht, dass du in stressigen Phasen keine Party machen sollst. Sondern nur, dass du dich nicht vor deinen Konflikten drücken sollst.

Du machst nicht das was dir gefällt

Wir verbringen circa ein Drittel des Tages oder mehr mit Geld verdienen. Egal ob als Angestellter oder als Selbständiger. Die eigene Tätigkeit verschmilzt zwangsläufig mit dem Charakter.

Wenn deine Tätigkeit überhaupt nicht zu dir passt, dann wird sich das auch auf deine Produktivität und Motivation auswirken.

Du hast große Ambitionen, aber keine Mission

Einser Abi, Einser Studium, gut im Sport oder Musik, jeder wusste, aus dir wird mal etwas. Auch du selbst hast immer geglaubt, mit deinen Skills wirst du mal die Welt verändern. Und jetzt sitzt du da und hast (gefühlt) nichts erreicht.

Aber Skill alleine reicht nicht, auch die Ambition dazu nicht. Sondern der Weg, deine Mission muss dich voranbringen. Du brauchst den Blick für das große Ganze, auch wenn du gerade an ganz trivialen Dingen arbeitest, die eigentlich unter deinen Ambitionen sind.

Wenn die Aufgaben nötig sind für deine Mission, scheiß auf deine Ambitionen.

Du hast Angst, das Leben zu verpassen

Du surfst gerade auf Instagram herum und siehst, wie die ganzen erfolgreichen Menschen am Strand sitzen, während du nur im Büro sitzt und so gar kein Bock auf irgendwas hast. Im schlimmsten Fall erzählen dir gerade Kollegen auch noch, wie viel besser ihr Leben gerade läuft.

Du hast gerade Angst, dass du die wichtigsten Sachen in deinem Leben verpasst. Das ist total unproduktiv!

Hast du wirklich gerade Bock auf Abenteuer, ein fettes Auto kaufen, Kinder kriegen oder was man halt sonst so erwartet von einem erfolgreichen Leben? Oder steckt eigentlich ein anderer Wunsch dahinter?

Analysiere deine persönliche Situation. Finde heraus, auf was du wirklich Lust hast und wie du das Ziel erreichen kannst und ob dir das der Aufwand Wert ist. Regel Nummer eins sollte dabei sein, dass du Dinge, die du nicht selbst ändern kannst, auch einfach akzeptierst.

Du machst nur das, was logisch erscheint

Ich bin selber eher der analytische Typ. Doch man muss zugeben, dass pure Analytik einen manchmal lähmt und dadurch unproduktiv macht.

Brich ab und an aus deinem Denkmuster aus und versuche deine Aufgaben unkonventionell zu lösen. Wenn man ehrlich ist, sind erfolgreiche Menschen sehr oft strategische Denker gewesen, die in ihrem Fachbereich irgendwas gemacht haben, das sich andere nicht getraut haben und so durch unlogisch erscheinende Maßnahmen zu Erfolg gelangt sind.

Bill Gates hatte beispielsweise das technische Verständnis und das analytische Wissen, um zu sehen, dass so ein Betriebssystem verständlich sein muss, wenn man es verkaufen will. Und das, obwohl er selbst dachte, dass es gar keinen großen Absatzmarkt für Heimcomputer gibt. Vermutlich hätte ihm jeder abgeraten in so einen Nischenmarkt zu investieren. Da hat er unlogisch gehandelt und enormen Erfolg geerntet (auch wenn ich weiß, dass er nicht alleine für den Erfolg Microsofts verantwortlich ist und auch bei IBM & Apple abgeschaut hat).

Du umgibst dich mit Neinsagern

Es gibt nichts unproduktiveres, als dir ein Umfeld von Leuten zu schaffen, die sowieso immer glauben, dass Veränderungen nicht möglich sind.

Versuche auch nicht die Leute zu verändern, das wirst du nicht schaffen, oder so viel Energie verschwenden, dass sie dir für deine Ziele fehlt.

Verwechsle aber nicht Neinsagern mit Menschen, die dir wirklich konstruktiven Input geben können und deshalb “Nein” sagen, weil sie das aus gut fundierter Analyse oder aus eigenen Erfahrungen heraus sagen.

Dann kannst du für dich entscheiden, ob du es trotzdem durchziehst, weil du einen bestimmten Aspekt anders machst oder andere Voraussetzungen hast. Gute Erfahrungswerte sollte man immer aufsaugen, auch wenn sie weh tun.

Der klassische Neinsager wird dir immer mit grundsätzlicher Ablehnung kommen. Entweder weil er es dir nicht zutraut oder solche Sachen bringt wie “in Deutschland kann man sowieso nicht erfolgreich werden” oder “die da oben werden schon verhindern, dass sich deine Idee durchsetzt”.

Du schaust nur zu

Du kennst dich in einem Thema sehr gut aus, bist auch auf entsprechenden Veranstaltungen oder online in Foren. Du bringst dich aber nie mit ein und verwehrst den Leuten dein Wissen. Ärgerst dich aber über Leute, die dumm herumquatschen aber damit erfolgreicher sind als du.

Woher soll man deine Kompetenz denn riechen? Zeig, was du kannst. Eventuell ja sogar in dem du einen Blog eröffnest 😉

Du ärgerst dich über Geld

Dieser Punkt macht mich persönlich sehr unproduktiv, obwohl mir Geld und Wohlstand relativ egal ist. Aber ich wurde so erzogen, dass Schulden machen böse ist, weshalb ich bei längeren Zahlungsverzögerungen oder wenn das Lizenzgeschäft mal ein paar Wochen schlecht läuft, mich ein bisschen irrational verhalte.

Ich kann mich dann irgendwie schlecht motivieren Dinge zu machen, die strategisch wichtig wären (wie Blogbeiträge verfassen), aber gerade im Moment kein Geld bringen. Wenn ich dann in dem Moment gar keine Lohnarbeit zu tun habe, die mich schnell aus der Situation bringen kann, dann muss ich sehr mit mir kämpfen nicht total unproduktiv vor dem PC zu sitzen.


Robert von Plötzlich-Selbständig.de Schwarz/Weiß Bild

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