Meine Selbständigkeit Q1/2018 – Kontostand trotz Rückschlägen endlich im Plus

By | 18. April 2018

Ich mit Eis im Garten

Nachdem ich das Jahr 2018 quasi zum Schicksalsjahr ausgerufen habe, wird es mal wieder Zeit Bilanz zu ziehen, was die ersten ~100 Tage im neuen Jahr so gebracht haben. Passenderweise kam unter dem verlinkten Beitrag auch ein Kommentar zu meiner Arbeitszeit. Dort meinte derjenige, dass ich mir mit nur 8h täglicher Netto-Arbeitszeit zu viel Freizeit gönne.

Genau das war ein Punkt an dem ich dieses Jahr angesetzt habe: Mehr Leisten – Zeit egal. Dazu muss ich aber anmerken, dass ich seit meiner Selbständigkeit vor über vier Jahren erst zehn Tage außerhalb des Wochenendes Urlaub gemacht habe. Und der Urlaub waren eher Junggesellenabschiede als Erholung. Aber genug der Rechtfertigungen. Im Jahr 2018 versuche ich konsequent meine Aufgaben zu schaffen. Deshalb habe ich auch das generelle Zeittracking eingestellt, weil es zu aufwändig wurde.

Das führt unter anderem dazu, dass ich ca. alle zehn Tage mal eine Nacht auf der Bürocouch verbringe, weil ich bis zwei Uhr morgens Bock auf Programmieren habe und ich es schwachsinnig finde, die Arbeit nur zu unterbrechen, damit ich noch rechtzeitig heim in mein Bett komme.

Wobei “Heim” dieses Jahr auch noch ein äußerst nerviges Thema im ersten Quartal war. Nachdem ich Ende Januar eine Wohnung gefunden habe, zu der ich in Untermiete gechillt wohnen konnte, wurde uns gleich bei meinem Einzug der Mietvertrag wegen Eigenbedarf gekündigt. Also musste ich wieder in einer Stadt in der es keinen bezahlbaren Wohnraum gibt auf die Suche gehen. Gelandet bin ich jetzt wieder in einer 3er Männer-WG und mit dem Zusammenleben bisher äußerst zufrieden. Ich hoffe ich kann an das Thema Wohnen jetzt mal so lange einen Haken machen, bis ich mir was “vernünftiges” leisten kann und will.

Das mach ich mal eben schnell

Ich habe Ende November, Anfang Dezember zwei Aufträge angenommen, bei denen ich dachte, dass ich sie nebenbei über Weihnachten und den ersten Januar-Wochen aus dem Ärmel schüttel. Das war mal wieder eine Fehleinschätzung des Aufwandes. Das eine Projekt (Turnierverwaltung) ist jetzt zumindest soweit abgeschlossen, dass es released werden konnte und das andere (Vergleichsrechner) bin ich noch am Einbauen. Aber mit dem Gröbsten fertig.

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Aber das war bis auf viel Stress kein großer Rückschlag. Ich glaube ich muss noch lernen, dass die meisten Projekte komplexer sind als es sich im ersten Moment anhört. Und dies muss ich auch besser kommunizieren. Jedoch war meine Lage zu dem Zeitpunkt ehrlich gesagt auch nicht so gut, als dass ich selbstbewusster hätte verhandeln können.

Mehrgleisig erfolgreich?

Bei der Firma, mit der ich mir ein Büro teile und dessen Faxserver ich auf meiner “Nischenseite” verkaufe, habe ich wieder ein bisschen mehr Umstrukturierung voran gebracht. Beziehungsweise war das wichtigste Anliegen eine neue Homepage für das Produkt zu releasen. Denn durch eine veraltete, nicht vernünftig updatebare Joomla-Version hat diese sich ständig Malware eingefangen und wurde enorm von Google abgestraft. Die Platzierung hat sich bis Dato leider trotzdem noch nicht erholt.

Screenshot Kundenprojekt Webseite

Aus strategischen Gründen verlinke ich nicht auf die Produktseite.
Dies ist ein Screenshot vom Design des Download-Bereichs.

Zumindest konnten wir durch die schon länger eingeführten Marketingmaßnahmen und ich denke durch ganz guten Händlersupport die Umsätze halbwegs stabil halten. In den nächsten Wochen wird sich entscheiden ob und wie eine Weiterentwicklung des Produktportfolios von statten gehen soll. Denn allen Beteiligten ist natürlich klar, dass es nicht kalkulierbar ist, ab wann das Thema Fax keine Rolle mehr spielt. Aber so viel sei gesagt: Ausgestorben ist es erstaunlicherweise noch lange nicht. Auch wenn wir digitalen Pioniere das immer nicht glauben können. Aber die Welt da draußen tickt manchmal irgendwie anders 🙂

Bloggen kommt zu kurz

Ich habe es leider wieder nicht gebacken bekommen, regelmäßig zu bloggen. Obwohl der kurzfristige Aufschwung mit den vier Artikeln innerhalb kürzester Zeit schon Früchte getragen hat. Es gab ein kurzes Intervall von vier Tagen, an dem jeden Tag sogar etwas über mein Amazon-ReflinkWerbung bestellt wurde. Ende März hat sogar jemand für knapp 250 € Gutscheine über meinen Link gekauft. An alle, die an mich gedacht haben und das lesen: Danke!

Beiträge auf Plötzlich-Selbständig seit dem letzten Update:

Hauptsächlich ist das Problem, warum ich nicht dazu komme eine Priorisierungsfrage. Dadurch, dass ich die Kundenprojekte nicht zu dem Zeitpunkt fertig bekommen habe, wie angedacht war es natürlich wichtiger, die erst einmal abzuarbeiten.

Dass das gelingt steht aber noch in den Sternen. Ich habe noch ein Projekt in der Agenda, das bald wieder zeitkritisch werden könnte. Trotzdem versuche ich einen halbwegs vernünftige Rhythmus hinzubekommen. Es ist nämlich trotzdem noch ein kleines Mindset-Problem, das ich nicht wegdiskutieren kann. Habe ich einmal eine Woche keinen Beitrag verfasst, kommt im Hinterkopf der Gedanke “ob eine oder zwei Wochen kein Beitrag, ist jetzt auch schon Wurst”. Das ist natürlich eine schwachsinnige Denke.

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Außerdem zieht das wieder einen Rattenschwanz nach sich. Denn durch den Blog komme ich doch schon langsam zu Aufträgen und auch zu Einnahmen. Wenn ich den Blog in guten Zeiten vernachlässige, steht mir diese Ressource in schlechten Zeiten nicht zur Verfügung.

Rückschlag Abmahnung

Vielleicht könnt ihr euch erinnern. Im Februar 2017 flatterte eine Abmahnung wegen falscher Kennzeichnung eines lizensfreien Bildes zu mir ins Haus. Das war noch für mein “Stadion-News” Projekt. Nachdem ich meinen Anwalt eingeschaltet hatte, habe ich ewig nichts mehr gehört und dachte, die Sache sei vom Tisch. Bis auf einmal ein Gerichtstermin ins Haus flatterte. Das hat mich natürlich in Zugzwang gebracht und wieder einige Zeit aber auch Geld gefressen.

Am Ende wurde es ein Vergleich über 300 €, der insgesamt aber Anwaltskosten in Höhe von mehr als 2.200 € verursacht hat. Inklusive Selbstbehalt meiner Versicherung hat mich der Spaß also rund 800 € gekostet. Dafür dass das Stadion-News Projekt auch noch ein riesen Flop war – Yeah! Ich muss dazu erwähnen, dass ExaliWerbung mir hier wirklich gut mit Rat und Tat zur Seite gestanden ist. Sonst wäre ich wohl durchgedreht.

Um weiteren Abmahnungen vorzubeugen bin ich auch fast einen Tag daran gesessen meine alten Beiträge auf Blog2Help durchzugehen und die Verstöße, die ich im jugendlichen Leichtsinn begangen habe, auszumerzen.

Generell wurmt es mich noch immer, dass ich das Potential dieses Blogs nie ausgeschöpft habe. Seit acht Jahren dümpel ich damit herum und es haben mich zahlreiche Konzepte überholt wie Utopia oder das enorm Magazin. Mit ähnlicher Idee, nur ich bekomme die PS nicht auf die Straße.

Ich versuche auf dem Blog jetzt zukünftig wirklich “googlebare” Themen zu veröffentlichen und nicht wie früher reine Informationen, die eher Magazin-Like sind. Das kann man wieder machen, wenn man viele Stammleser besitzt.

Beiträge auf Blog2Help seit dem letzten Update

Außerdem gab es mit “Eine Reise durch Ecuadors bedrohte Wälder” noch einen sehr guten und ausführlichen Gastbeitrag.

Ausblick

Ein gif von mir im Büro

Das war bei einer “Nachtschicht” im Büro. Diese tollen Storys siehst du, wenn du meinen privaten Instagram Account abonnierst 😀

Letzte Woche habe ich es endlich fertig gebracht meine Idee, WordPress Schulungen bei mir im Büro in Regensburg, in die Tat umzusetzen. Ehrlich gesagt kann ich den Bedarf hierzu überhaupt nicht einschätzen, weshalb ich es einfach mal mache. Dazu werde ich diese Woche noch eine Werbeanzeige basteln und die über Instagram und Facebook ausliefern.

Der erste Termin Ende April ist schon recht knapp. Ich bin vor allem gespannt ob man die Teilnehmerzahlen mit Regionaltargeting halbwegs skalieren kann. Wenn es im Ansatz klappt wäre das zumindest wieder ein weiteres Mosaiksteinchen in meiner Finanzierung. Obwohl ich mich damit vom passiven Einkommen doch immer weiter entferne, als es mir lieb ist.

Da aber nun auch die KfW-Bank entschlossen hat, dass ich meinen Studienkredit (den ich im ersten Jahr Selbständigkeit verwendet habe) jetzt zurückzahle, muss ich leider in den sauren Apfel beißen und mehr Geld verdienen. Und hier ist die einzige beeinflussbare Größe leider (noch) meine eigene Zeit.

Außerdem muss ich mich unbedingt noch um das Thema DSGVO kümmern. Da habe ich zwar schon einiges zu gelesen und mir Gedanken gemacht, aber explizit etwas umgesetzt habe ich bisher noch nicht. Ich werde dazu auch einen Blogeintrag verfassen. Aber keinen Ratgeber, sondern eher, wie und was ich selbst praktisch umgesetzt habe.

Dann bin ich gespannt, wann und ob mein großer Auftrag vorangeht. Dann könnte es wieder hektisch werden in meinem Projektleben.

Im gemeinsamen Projekt mit der Firma hier im Haus werden die nächsten Wochen auch interessant. Zum einen ob und wie wir ein neues Produkt entwickeln. Zum anderen möchte ich durch die neue Homepage einige Prozesse optimieren.

Trotzdem füllt mich das ehrlich gesagt emotional nicht aus. Mir fehlt irgendwie noch ein richtiges Herzensprojekt. Da schwirren mir einige Projekte im Kopf herum. Vielleicht kann ich das ja beim nächsten Arbeitsnachweis konkretisieren. Also bleibt mir treu und lasst euch überraschen, wo der Weg meiner Selbständigkeit noch so hinführt 🙂

Robert von Plötzlich-Selbständig.de Schwarz/Weiß Bild

Ich freue mich von dir zu hören!

Du kommst bei deinem Projekt nicht weiter oder brauchst einen Boost? Dann lass dir von mir helfen zum Beispiel bei:

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Egal, ob du erste Tipps brauchst. Einmal über deine Idee reden möchtest oder mit mir das Konzept für das nächste Facebook ausarbeiten willst.

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