Mein Leben als Selbständiger – Erfolgsachterbahn

By | 31. Juli 2019
Ich mit meiner Nichte im Europapark beim Achterbahn fahren

Ich habe diesen Arbeitsnachweis wieder so lange hinausgezögert wie es ging, da ich dachte, ich erzähle euch dieses Mal von meinen krassen Erfolgen. Aber auf jeden Erfolg ist meistens auch ein Dämpfer gefolgt, eigentlich alles wie immer.

Immer wenn man kurz vorm Hinschmeißen ist…

Ich meckere ja öfters über die finanziellen Unsicherheiten, die mich monatlich plagen. Es nervt mich, damit immer ankommen zu müssen, aber so ist es halt.

Was mich aber erstaunt ist, dass immer, wenn ich mir denke, jetzt ist es soweit, jetzt muss ich mir was überlegen, irgend ein Auftrag, eine Werbebuchung oder ein größerer Lizenzkauf ums Eck kommt und mir den Arsch rettet. Dann ist aber wieder Ruhe, mein Konto schmilzt vor sich hin und kurz bevor ich wieder in Depressionen falle, passiert ein weiteres Auftragswunder.

Vor allem im Januar bin ich mit Faxserver-Kaufen ziemlich weit oben bei Google gelandet, bei einem Zusatzprodukt für die Faxserver, das man auch für andere Anwendungen benötigt. Aus SEO-technischen Gründen erwähne ich den Namen hier nicht. Das hat mir innerhalb einer Woche drei Bestellungen eingebracht und ich dachte, das wäre der Durchbruch meines Lebens 🙂 Dem war dann aber nicht so. Die Platzierung ist immer noch so gut. Dass aber die Nachfrage so hoch war, war wohl Zufall. Es kamen dann zwar auch noch Anfragen und Aufträge rein, aber nicht in dem Ausmaß, dass man davon irgendwie leben könnte.

Für sich genommen ist das schon auch eine Leistung, dass immer so viele Aufträge reinkommen, dass es irgendwie langt. Aber diesen Nervenkitzel würde ich schon besser ertragen, wenn ich ein paar Monate Kostenpuffer auf der Habenseite hätte. Außerdem sorge ich immer noch nicht vernünftig fürs Alter vor…

Mit Welt retten verdient man kein Geld

Wenn ich ehrlich mit mir bin, ist ein Grund für diesen finanziellen Missstand, dass ich derzeit sehr viel Zeit in Blog2Help stecke. Motiviert von der derzeitigen gesellschaftlichen Debatte, glaube ich wirklich, dass wenn überhaupt, jetzt der Zeitpunkt ist, noch irgendwas in der Klima- und Umweltschutzfrage zu erreichen. Wenn das Thema wieder von der nächsten Krise abgelöst wird, war es das dann erst einmal, bis die Horror-Szenarien eintreffen oder wir das Klimaproblem & das Artensterben durch ein Wunder gelöst haben.

Obwohl ich zuletzt zwei Werbebuchungen hatte, bringt Blog2Help fast nichts ein. Geschweige denn deckt es irgendwie meinen immensen Aufwand. Meine Bilder auf den Social Media Kanälen bringen zwar teilweise ganz gute Reichweite, die Leute kommen dadurch aber nicht auf die Seite. Außerdem ist es enorm schwierig, die Leute zu animieren, auch die Seite zu liken, wenn ihnen die Beiträge gefallen. Ich muss jetzt unbedingt Pintrest ausprobieren, es gibt ja viele, die darauf schwören. Ich hatte bisher noch nicht die Muße, muss ich zugeben.

Deshalb habe ich die Strategie gewechselt und nehme jetzt doch Mikrotransaktionen an und bewerbe die Werbeplätze offensiv. Einfach um zu schauen, ob es klappt und um für mich selbst diesen Aufwand zu rechtfertigen.

Gleich nach der Umstellung habe ich zwei Anrufe erhalten von Menschen, die an Werbebuchungen interessiert waren. Gebucht hat bisher leider niemand. Bis dato sind vier Einzelspenden im Gesamtwert von 55 € eingegangen.

Investieren ist wichtiger als Konsum

Trotz aller finanziellen Überlegungen bleibe ich meinem Motto treu, dass ich lieber in Ideen als in Konsumgüter investiere. Freilich ist das eher Zeit als Geld, aber ich denke, die Perspektive dazu hat sich in den letzten Wochen verbessert. Auch wieder so ein Punkt, der mich vom Aufgeben abhält.

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Deshalb habe ich auch erst den Blog hier ein bisschen umgebaut und ihn unter anderem von der ein oder anderen Werbung befreit, bevor ich wieder neue Blogeinträge verfasst habe. Die paar Amazon-Kröten waren es dann doch nicht wert. Auch der Banner zu den Webinaren hat nichts gebracht. Was nicht heißt, dass ich nicht zukünftig auch mit Werbung experimentieren werde, sonst kann ich euch ja nicht berichten wie es läuft.

Darüber hinaus habe ich die Seitenleiste im Blog überarbeitet, die “wie ich dir helfen kann” Seite und meine Eigenwerbung am Ende der Beiträge.

Business Angel Idee

Die Idee, in StartUps zu finanzieren, schwirrte meinem guten Geschäftspartner & Kumpel und mir schon länger im Kopf umher. Nun hat er gemeint, wir sollten Ernst machen (denn er hat ja die Kohle, ich nur das Hirn :D), was mich natürlich sofort wieder total motivierte.

Wenn es klappt, glaube ich, dass es wirklich das Richtige für mich wäre. Ich betreue ganz gerne Projekte. Ich rede gerne mit. Ich bin eher der Architekt als der Maurer. Außerdem bin ich sehr generalistisch veranlagt und kann besser verschiedene Sachgebiete miteinander verknüpfen, als irgendwo krasser Spezialist zu sein.

Darüber hinaus weiß ich, wie es ist, vor allem in jungen Jahren einfach ins kalte Wasser zu springen und zu versuchen seine Ideen zu verwirklichen. Vor allem mit wenig Geld.

Allerdings ist es gar nicht so einfach, die richtigen Projekte zu finden, weshalb ich natürlich unter anderem voll auf meinen Blog vertraue. Aber auch regional bin ich jetzt wieder öfters auf Netzwerkmission.

Bei einer StartUp-Veranstaltung habe ich schon zwei interessante StartUps entdeckt, wovon eins halbwegs realistisch ist, dass man darin investiert. Das nächste Treffen ist aber erst in zwei Monaten. Also Eile mit Weile.

Wenn du am Start deiner Idee bist und Anfangsfinanzierungsbedarf gegen Anteile benötigst, dann melde dich doch mal bei mir!

Privates

Allzu privat möchte ich hier nicht werden. Aber im Privaten läuft es eigentlich ganz gut. Ich habe mir jetzt die Wohnung über meinem Büro geschnappt, die ist finanziell noch im Rahmen, super geschnitten und in einer super Lage in einer geilen Stadt 😉 Außerdem groß genug, dass man auch zu zweit darin wohnen könnte.

Ende letzten Jahres hatte ich krasse Rückenschmerzen und war auch ständig erkältet. Daraufhin habe ich wieder mehr Sport gemacht und dadurch abgenommen, weshalb ich mich wieder halbwegs sportlich fühle. Die körperliche Krise Anfang 30 ist dadurch vorerst abgewendet.

Endlich habe ich den Arbeitsnachweis auch wieder von meiner ToDo-Liste. Ich hoffe, wir lesen uns wieder!


Robert von Plötzlich-Selbständig.de Schwarz/Weiß Bild

Ich freue mich von dir zu hören!

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Gemeinsam mit einem Geschäftspartner investieren wir in Ideen. Am Liebsten in innovative Ideen, die am Anfang stehen und zum Beispiel Hilfe für einen Prototypen benötigen.

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2 thoughts on “Mein Leben als Selbständiger – Erfolgsachterbahn

  1. Daniel Niesel

    Hallo Robert,

    ich bin über Deinen Blog blog2help auf Deiner gewerblichen Seite hier gelandet. Hut ab für beides! Ich kenn das nur allzu gut – mit dem Unterschied dass ich meine ideellen Interessen viel zu häufig über meine Selbstständigkeit stelle. Ich komm alles in allem ganz gut klar, merke aber häufig, dass ich zu oft eine sagen wir mal ungünstige Priorisierung vornehme…
    Aktuell bin ich dabei, meinen Fokus wieder neu zu justieren und meine sicher bezahlten Projekte abzuarbeiten, bevor ich wieder Geld in meine App oder andere Projekte stecke. Aber eine Idee beschäftigt mich schon länger und Dein Engagement auf blog2help hat mich motiviert, diese wieder hervor zu holen: Eine Initiative zum aufzeigen von vorbildlich Nachhaltigen Verhaltensweisen, die zum Nachahmen animieren. Ich schau einmal, dass ich hier den Faden wiederfinde und den Anfang schaffe und melde mich dann erneut bei Dir – vielleicht ist ja eine Vernetzung sinnvoll, da beide Projekte das selbe Ziel haben.

    Herzliche Grüße
    Daniel Niesel

    Reply
    1. Robert Post author

      Hi, dass sich viele in mir wiederfinden habe ich schon bemerkt 😀
      Freut mich auch, dass ich dich motivieren und inspirieren konnte!
      Danke für dein Kommentar. Gerne können wir uns dann vernetzen!

      Reply

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