Author Archives: Robert

Drei Jahre Selbständigkeit: So hab ich sie überlebt

Ich (Robert) mit Casual Business Outfit in einer Indoor-Ski-Halle

Business Robert hat meistens einen kühlen Kopf bewahrt 🙂

Ich habe mich im März 2013 offiziell entschlossen, keinen weiteren Werkstudenten-Job mehr anzunehmen und mich plötzlich selbständig gemacht. Das ist jetzt mehr als unglaubliche drei Jahe her, die mir vorkommen wie Monate. Man hört ja auch immer wieder von vielen Seiten, dass die ersten drei Jahre Selbständigkeit die Schwersten seien. Ob das stimmt kann ich euch aber erst bestätigen oder verneinen, wenn ich noch das ein oder andere Jahr daranhänge. Bis jetzt merke ich nur wenig Unterschied 😀

In diesem Beitrag möchte ich eher darauf eingehen, welche Faktoren maßgeblich dafür beigetragen haben, dass ich noch nicht das Handtuch geworfen habe. Dies könnte vielleicht auch für den ein oder anderen hilfreich sein, der sich gerade am Anfang seines StartUps befindet und sich fragt, warum er das alles auf sich nimmt.

Idealismus

Immer wenn ich unter „meinesgleichen“ bin, komme ich zwar nicht mit satten Aufträgen zurück, jedoch werden mir stets lukrative Jobangebote unterbreitet. IT-ler sind anscheinend gesucht in der Branche und wenn ich so am Monatsende auf mein Konto schaue, muss ich eigentlich total bescheuert sein, dass ich nicht eines dieser Angebote annehme.

Aber mein ganzes Dasein war schon immer geprägt davon, etwas eigenes aufzuziehen, sich damit wohl zufühlen und im Idealfall damit die Welt ein klein bisschen besser zu machen. Ich möchte jetzt nicht soweit gehen, dass ich durch meine Selbständigkeit die Welt rette. Aber ich denke schon, dass wir gesellschaftlich auf eine Situation zusteuern indem nur noch wenige Konzerne die Wirtschaft in der Hand haben. Hier möchte ich wenigstens so weit es mir mit meinen bescheidenen Mitteln möglich ist, dagegensteuern. Sei es mit Blog2Help, meinen Versuchen hier, Wissen zu vermitteln, meinen Anstrengungen mehr Open Source zu veröffentlichen oder beim Umgang mit Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Kunden.

Dabei will ich große Unternehmen auf keinen Fall verteufeln. Ohne Pioniere wie Microsoft, Google, IBM, Amazon, Facebook und Co. die natürlich nicht alles richtig machen, wären PCs und das Internet bis heute stinklangweilig und ich wäre nicht da, wo ich bin. Allerdings ist meines Erachtens Vielfalt der Schlüssel für stabile Systeme. Vor allem in Krisenzeiten. Daran gilt es zur arbeiten.

Verspieltheit & Abwechslung

Ok, es mag diese fancy Unternehmen geben, in dem Mitarbeiter alle Freiheiten genießen. Doch Selbstbestimmung ist in der Firmenwelt noch nicht so recht angekommen. Ab einer gewissen Größe vielleicht sogar unmöglich umzusetzen. Klar habe ich auch mal Aufträge, bei denen mir für kurze Zeit die Freiheit verloren geht. Aber ich liebe es, Dinge auszuprobieren, mal zu provozieren und zu schauen, ob ein Echo zurückkommt oder zu analysieren, warum eben nichts passiert ist.

Ich fange auch gerne mal Hals über Kopf ein Projekt an um es drei Tage später wieder einzustampfen. Ja, dieses Verhalten hat noch nicht zu dem einen großen Erfolg geführt, den ich mir wünschen würde. Allerdings bin ich erst Ende zwanzig und bei durchschnittlich drei Projekten im Jahr hab ich noch mindestens 150 Pfeile im Köcher 🙂

Keine Arschlöcher!

Grünes, wütendes SmilieIch denke das ist mit der wichtigste Punkt, den man beherzigen sollte, wenn man in seinem Leben weiterkommen möchte. Lass keine Arschlöcher in dein Leben! Egal, ob im Berufsleben, im Privatleben, bei der Kundenakquise, beim Einstellen von Personal oder bei der (Geschäfts-)Partnerwahl. Jeder, der dich herunterzieht und es nicht „wert“ ist gerettet zu werden, wird dir ein ganzes Stück Kraft kosten. Da Energie, Zeit und Motivation keine unendlichen Ressourcen sind, musst du dich von negativen Menschen einfach trennen.

Und negative Menschen sind nicht diejenigen, die dich kritisieren oder skeptisch gegenüber deiner Vorhaben sind! Sondern diejenigen, die dich ohne Grund belächeln, die dich kleinhalten möchten und nicht bereit sind, das Gleiche in eure Beziehung zu investieren, wie du.

Das gilt vor allem bei Geschäftspartnern und in deinem privaten Umfeld. Am Anfang wird dir jeder erzählen, wie schnell du scheitern wirst und wenn du dich länger über Wasser halten kannst, werden die Leute kommen, die dir irgendwas andrehen wollen.

Ich habe mir vor allem am Anfang jedes „Beileidsfeedback“ viel zu sehr zu Herzen genommen. Erst als ich die Leute konsequent ignoriert habe, hatte ich die Energie mir ein vernünftiges Netzwerk aufzubauen. Auch den Umgang mit Auftraggebern musste ich erst lernen, damit ich Abends gut einschlafen konnte. Aber auch hier gilt, lieber einen Euro weniger verdient, als sich stundenlang über jemanden ärgern zu müssen.

Privates- und berufliches Netzwerk

Während ich vor allem durch meine zynische und ironische Art mir die Arschlöcher weitestgehend vom Hals halten hab können, wäre ich ohne konsequentes Pflegen und Ausbauen von Beziehungen schon zehnmal gescheitert.

Wenn du die richtigen Menschen in deinem Umfeld hast, zögere nicht bei Problemen um Hilfe zu bitten. Aber nur, wenn du auch für sie da bist, wenn du an der Reihe bist.

So hat mir mein ehemaliger Mitbewohner Alex immer wieder verziehen, wenn die Miete tagelang zu spät überwiesen wurde. Oder mich mit Tom bekannt gemacht, mit dem ich jetzt gemeinsam ein Büro betreibe, der mir ebenfalls bei jeglichen Probleme hilft so gut es geht und genauso begeisterungsfähig ist wie ich. Unerwähnt soll auch Achmet (aka Daniel :D) nicht bleiben, der mir vor allem mit seiner Gelassenheit am Anfang der Selbständigkeit das ein oder andere Mal die Panik genommen hat.

Da ich aus einer Arbeiterfamilie stamme und alle ziemlich stolz waren, dass ich was vernünftiges studiert habe, war am Anfang die Ernüchterung groß, dass ich meinen Abschluss nicht nutze um gut bezahlt und halbwegs sicher in einem Großunternehmen unterzukommen. Doch auch das konnte ich durch einige Gespräche glattbügeln, sodass ich nun auch große Unterstützung von meinen Eltern erfahre, was nebenbei gesagt unbezahlbar ist.

Büro

Die ersten Monate habe ich versucht von zu Hause aus etwas zu reißen, doch das hat absolut nicht geklappt. Ich bin der Typ, der auf die Uhr schaut und sich denkt, „ach jetzt ist es schon so spät, jetzt lohnt sich das Anfangen eh nicht mehr“ oder „jetzt schaue ich noch eine Folge XY und dann leg ich los“. Und so vergehen dann Stunden und Tage und nichts ist geschafft.

Ich (Robert) in einem noch leeren Bürozimmer

Büro Einzug im November 2014

Das hat sich mit dem Einzug ins Büro sehr verbessert. Zum einen ist unser Gemeinschaftsbüro wirklich groß und toll eingerichtet. Das bringt nicht nur bei Kunden einen seriösen Eindruck, sondern auch bei mir selbst. So kann ich meine Arbeit, die ja quasi nie sofort Ergebnisse bringt auch selbst viel mehr ernst nehmen. Zum anderen ist die psychische und physische Abtrennung zwischen privat und geschäftlich viel besser. Ich versuche alle meine „Pflichtaufgaben“ im Büro zu erledigen und daheim bin ich nur noch bei „Fleißprojekten“ wie bei meinem Blog Plötzlich-Selbständig aktiv.

Und nun dreht sich der Kreis: Auch im Büro wird nach ein paar Erfahrungen, die ich nicht näher erläutern möchte, die Regel „keine Arschlöcher“ durchgezogen. Was zur Folge hat, dass man sich gegenseitig motiviert, wenn mal wieder die Ergebnisse ausbleiben. Oder man schmeißt einfach mal den Grill an und scheißt auf alles.

Und jetzt?

Bisher möchte ich nicht tauschen, auch wenn ich schon gerne längst die eierlegende Wollmichsau erfunden hätte, wie man in Bayern so schön zu sagen pflegt 😀 Wer mich auf dem Weg dahin begleiten möchte, sollte nicht zögern sich in den Newsletter einzutragen, mir ein Facebook-Like zu schenken und/oder mir auf Instagram zu folgen.:

Ich würde mich freuen, wenn du meinen Newsletter abonnieren würdest. Dann verpasst du auch keinen interessanten Beitrag mehr.

Benachrichtige mich:



 

Natürlich würde ich mich auch freuen, wenn du mir berichtest, wie du deine Selbständigkeit bisher „überlebt“ hast 😉

Meine Selbständigkeit: Arbeitsnachweis März 2017

Schwarze Katze, die auf einem Laptop sitzt

Ich selbst bin dieses Mal sehr auf meine persönliche Arbeitsstatistik für März gespannt. Durch einen dringenden Auftrag hab ich gefühlt ziemlich viel Zeit dafür aufgewendet. Vor allem durch die Kommunikation entstehen immer häufig irgendwelche Zeitlücken. Zumindest bin ich ein Mensch, der nach einer Ablenkung wie einem Telefonat nicht wieder zum Arbeiten kommt. Auch wenn ich unter dem Tag noch einen Termin außer Haus habe, fällt es mir schwer, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren. Ich habe gerne zumindest das Gefühl, dass ich Abends bis ultimo arbeiten kann um mein Zeug fertig zu bekommen. Dieses Gefühl fehlt mir, wenn ich zum Beispiel um 17:00 Uhr noch einen Termin habe. Und genau das war im März oft der Fall. Mal sehen, ob das Einfluss auf meine Statistiken hatte.

Arbeits- & Produktivzeit im März 2017

Im März sind 203:15 Bürostunden und 122:19 Produktivstunden zusammengekommen. Wenn man davon durchschnittlich eine Stunde Pause pro Tag abzieht, ergibt das einen Produktivitätsanteil von 67%.

In Relation gesetzt zu den regulären Arbeitstagen von Bayern bewege ich mich hier in etwa auf dem Niveau vom Februar, was ganz ok ist.

Arbeits- & Produktivzeit 2017

MonatAnwesenheit pro regulärem Arbeitstag in BayernProduktivitätszeit pro regulärem Arbeitstag in BayernProduktivitätszeit je anwesendem Bürotag
Januar6:45h4:21h5:35h
Februar9:00h5:33h5:33h
März08:45h5:15h5:35h
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Zur Vergleichbarkeit möchte ich hier einige Indikatoren erstellen.
Die Arbeitstage in Bayern betragen je nach Monat 18 - 23. Ein Bürotag ist ein Tag, indem ich im Büro war. Natürlich verzerrt ein Tag an dem ich produktiv, jedoch nicht im Büro war, die Statistik. Auch Urlaub/Krankheit wird die Statistik beeinflussen. Trotzdem sind die Zahlen denke ich ein guter Indikator zum Vergleichen und relativ leicht auszurechnen für mich.

Balkendiagramm: Meine Bürozeit in Relation zur Produktivzeit

Wenn man sich allerdings die Diskrepanz an einigen Tagen von der Bürozeit zur Produktivzeit ansehe, kann ich natürlich nicht zufrieden sein. Auch wenn ich gerne im Büro bin und vermutlich selbst die blanke Anwesenheit positive Aspekte hat (kann ans Telefon gehen, verpasse keine wichtigen Mails, Kollegen sehen, der Robert ist da usw.) ist das natürlich brutal ineffektiv. Das wirkt sich auch auf den Output aus, was sich zumindest auf meine eigenen Projekte niederschlägt.

Ich muss aber auch zugeben, dass ich teilweise enorme Motivationsprobleme habe, „mal schnell“ noch was anderes anzufangen. Das führ oft dazu, dass ich lange Zeit nur so herumsurfe und mir überlege, welche Aufgabe als nächstes am meisten Sinn ergibt, anstatt dass ich einfach loslege. Wenn ich mir so meine Zahlen ansehe, ist das vermutlich im April sogar noch schlechter geworden. Aber ich möchte nicht vorgreifen (Newsletter abonnieren ums nicht zu verpassen 🙂 )

Nun jedoch in die „Analyse“

Projektfortschritte März 2017

Tortendiagramm mit der Zeit, die ich an meinen jeweiligen Projekten gearbeitet habe

RegSoft

Langsam fressen mich die Verwaltungsaufgaben auf. Im Februar hatte ich noch mit der Abmahnung zu kämpfen (die leider immer noch nicht vom Tisch ist). In diesem Monat vor allem mit der Buchhaltung (Rechnungen, Steuererklärung, Geld nachlaufen). Aber auch der Fakt, dass ich im März statt einem, gleich drei Praktikanten hatte, erhöhte meinen organisatorischen Aufwand. Allerdings produzierte vor allem der Uni-Praktikant schon auch sehr guten Output, der aber nur bedingt sofort sichtbar ist.

Meine Schülerpraktikanten setze ich meistens auf Projekte an, für die ich persönlich leider keine Zeit mehr habe. Um dann zu schauen, ob man daraus was machen kann.

RegSoft / Kunden

Wie eingangs erwähnt, ist bei meinem Stammkunden etwas sehr zeitkritisches dazwischengekommen. Hierfür habe ich mir natürlich Zeit freigeschaufelt. Was mich allerdings ein wenig schockt ist, dass ohne diesen Auftrag es wohl tatsächlich finanziell sehr eng geworden wäre obwohl das Konto gut gefüllt war. Dann kamen nicht eingeplante Rechnungen und meine Steuernachzahlung (die zum Glück noch überschaubar ist) hereingeflattert. Hier muss ich wohl zukünftig doch noch ein größeres Auge darauf werfen, was natürlich wieder Zeit und vor allem Kraft kostet.

Bei der Firma, bei der ich das Inbound Marketing übernommen habe, konnten wir im März den Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln.

So wendete ich im März also für meine Kunden und RegSoft 72% meiner Produktivzeit auf. Dementsprechend war auch der Output für meine eigenen Projekte, da auch die absolute Arbeitszeit nur durchschnittlich war.

Plötzlich-Selbständig.de

Neben dem Arbeitsnachweis für Februar habe ich, dank einem motivierten Monatsbeginn zumindest einen weiteren Beitrag zustande bekommen:

Der Rest der Zeit ging für meine Social Media Aktivitäten drauf und an dem Versuch, mein Youtube-WordPress-Plugin ins offizielle Archiv zu bekommen. Allerdings muss man da so viel Zeugs ausfüllen und bereitstellen, dass ich nach einer Stunde die Motivation verloren habe. Dazu aber wann anders mehr.

Blog2Help

Neben den obligatorischen Beitrag zu den aktuellen Petitionen, habe ich noch einen sehr ausführlichen Artikel darüber geschrieben, warum ich nachhaltige Banken nur bedingt für sinnvoll halte.

Ansonsten habe ich noch per Mail die Blogparade promoted. Was teilweise auch funktioniert hat.

Spoontastic-Baby

Der Release von unserer ersten offiziellen App rückt immer näher, weshalb auch hier ein paar Stunden angefallen sind. Ich habe es hier schon ab und an mal anklingen lassen, dass wir an sowas arbeiten. Jetzt komme ich nicht drum herum, das auch hier offiziell zu machen. Der geplante Release ist am 2.5.2017, was der Tag des Babys ist. Dafür müsste ich noch so viel Marketing machen. Die Strategie „mal etwas nebenbei zu machen“ geht langsam nicht mehr auf …

Gott sei Dank hat der oben erwähnte Uni-Praktikant relativ viel Material dazu vorbereitet. Wer das in den nächsten Wochen mitverfolgen möchte, sollte auf jeden Fall einen Like bei Facebook und/oder Twitter dalassen 😉

 

Wir lesen uns spätestens im April 😀 Wer das nicht verpassen möchte: Newsletter abonnieren!

Ich würde mich freuen, wenn du meinen Newsletter abonnieren würdest. Dann verpasst du auch keinen interessanten Beitrag mehr.

Benachrichtige mich:



Blogger 1×1: So kannst du mit deinem Blog Geld verdienen

Ein Mann + ein PC ergibt Geld?

Es gibt Blogger, die zu Beginn ihrer Karriere schon das Ziel haben, Geld zu verdienen. Spätestens aber, wenn erste lukrative Angebote ins Mailpostfach einflattern kommen die Meisten ins Grübeln. Als Blogger hat man verschiedenste Möglichkeiten Geld zu verdienen. Wenn du dich für diesen Schritt entschieden hast, vergiss mir die Gewerbeanmeldung nicht 🙂

Welche Arten der Monetarisierung es gibt und wie ich dazu stehe möchte ich in diesem Artikel für meine Blogger1x1-Reihe erläutern. Aber es sei dir gesagt: Einfach wird es mit keiner dieser Varianten.

Display-Werbung

Die wohl älteste Form der Werbevarianten, jedoch immer noch aktuell. Display-Werbung sind simple Banner, Layer oder PopUps die nach Einblendungen (Views) oder Klicks vergütet werden.

Gerne erinnere ich mich an die Goldgräbertage um die Jahrtausendwende zurück, als es Anbieter gab die für jeden Bannerklick und zusätzlich pro Einblendung vergütet haben. Aber auch den ein oder anderen Layer-Anbieter, der 10€ Für 1.000 Einblendungen gleich nach der Anmeldung bezahlt hat vermisse ich heute schmerzlich. Einmal wurde sogar meine Vergütung auf 15€ hochgeschraubt, da war ich der King am Pausenhof. Denn für eine kurze Zeit hat meine billige Homepage deutlich mehr eingebracht als das Zeitungen austragen 🙂

Display-Werbung wird heute leider nur noch nach strengen Regeln vergütet. Das heißt zum einen per Klick, zum anderen muss man oftmals strikte Richtlinien einhalten. Auch die Vergütungen schwanken enorm. Für Banner erhält man meistens nur noch 5-15 Cent pro Klick. Layer-Anbieter gibt es nur noch wenige und wenn erhält man nur noch rund 2€ / 1.000 Views.

Zwei Display Werbeanzeigen von Google Adsense

So könnten Google-Adsense Werbungen aussehen. Bildquelle: Google

Eine kleine Ausnahme bildet Google Adsense, die allerdings die Strengsten am Markt sind und auch gerne mal Accounts mit Guthaben schließen. Hier kann man durchaus pro Klick 10€ und mehr verdienen, wenn man eine Seite betreibt, die für gewisse Branchen interessant ist. Beziehungsweise vom Werbemarkt hart umkämpft (Auto, Kredite, Versicherungen).

Display-Werbung Anbieter

  • Google Adsense – Vergütung pro Klick, abhängig von der Zielgruppe der Webseite
  • SponsoradsWerbung – Banner: 5-10 Cent / Klick, Layer: 0,6€ – 2,00€ / 1.000 Views, Docking-Banner (unten oder rechts) 0,50€ / 1.000 Views, Textlink: 5 Cent / Klick
  • Plista – Ein „Das könnte Ihnen auch gefallen“ – Widget, das u.a. Werbeanzeigen einblendet. Unterschiedliche Vergütung. Ich habe zwischen 3 und 50 Cent je Klick erhalten. Wenn man höhere Reichweiten hat, bieten sie auch klassische Banner und Overlay-Werbungen an.
  • AdiroWerbung – Textlinks (haben bei mir leider schlecht performed): 5 Cent / Klick, Bannerwerbung: mindestens 10 Cent, bis über 20 Cent / Klick

Wenn du Werbeplätze für Display-Werbung auf deinem Blog bereitgestellt hast, lohnt es sich meistens auch diese für einen Festpreis deinen Besuchern anzubieten. Dazu kannst du eine „Werbung buchen“ Seite erstellen und die Plätze beispielsweise Monatlich zum Betrag X vermieten.

Affiliate-Werbung

Auch Affiliate-Werbung gibt es schon ziemlich lange, war aber zu Beginn des Internets eher ein Nischenthema. Jedoch ist Affiliate-Werbung vor allem für den Werbetreibenden die risikofreiste Variante Werbung auszuliefern. Im Affiliate-Geschäft wird derjenige, der die Werbung ausliefert nur bei erfolgreichem Deal bezahlt. Meistens sind das Anmeldungen, Teilnahmen oder eben Bestellungen. Vergütet wird in der Regel ein fester Betrag oder anteilig am Umsatz.

Ich selbst bin bisher noch nicht recht warm mit Affiliate-Werbung geworden. Ich hab einmal in meinem Leben gutes Geld als Fulltilt-Poker-Affiliate gemacht, bis sie einfach die Bedingungen von Lifetime- auf Einmalprovisionen umgestellt haben und anschließend pleite gingen. Ansonsten finde ich es schwer, als Affiliate das große Geld zu machen. Das liegt aber naturgemäß daran, dass man, wenn man mit Affiliate-Werbung Geld verdienen möchte, eine Seite beziehungsweise Artikel benötigt, die ein konkretes Problem lösen und dazu das Produkt anbieten. Ich betreibe meist Seiten zu mehreren Themen. Oder zu Themen, für die ich kein passendes Produkt finde. Auf Blog2Help starte ich jedoch gerade mit einem nachhaltigen Produktkatalog einen weiteren Anlauf.

Amazon Partnerprogramm Adminbereich. Link erstellen

Link für ein Produkt erstellen, in die Webseite einbauen und Provisionen kassieren. So funktioniert das Amazon Partnerprogramm.

Wenn du zum Beispiel auf Platz 1 bei Google mit einer Anleitung, wie man ein oft auftretenden Fehler bei einem gängigen Produkt (Auto, Waschmaschine) reparieren kann stehst und dazu das Reparaturkit gleich über deinen Werbelink mit anbietest, wirst du vermutlich ordentlich Provision einstreichen. Deshalb waren eine ganze Zeit lang Nischenseiten so erfolgreich. Heute werden nur noch sehr gute Nischenseiten erfolgreich, weil die Schlechten von Google abgestraft wurden oder mit Abmahnungen zu kämpfen haben.

Mein liebstes positives Beispiel ist die Seite von Martin Missfeldt, der diese durch geschickte Maßnahmen für die Sonnenfinsternis 2015 optimiert hat. Dadurch generierte er über 250.000 Besucher, die daraufhin auf seinen Affiliate-Link zu den Schutzbrillen auf Amazon weiterklickten und er Umsätze im vierstelligen Bereich weitervermittelte. Die Brillen waren kurze Zeit später ausverkauft.

Affiliate Anbieter (Auswahl)

  • Amazon 1-10% Provision auf den Umsatz
  • Affili.net – Rund 3.500 unterschiedliche Partnerprogramme
  • belboonWerbung – Rund 1.800 unterschiedliche Partnerprogramme
  • Webgains – Derzeit rund 380 unterschiedliche Partnerprogramme

Kooperationen / Sponsored Posts

Es gab eine Zeit, da hat man ungefähr fünf Minuten nachdem sein Blog online war schon die erste Anfrage für einen Sponsored Post erhalten. Der Auftrag sah meist so aus: Schreib ein Beitrag über das Thema XY, mindestens XXX Wörter und füge genannten zwei Links ein. Dafür erhältst du X Euro. Das Ziel dahinter war weniger das Produkt des Auftraggebers zu bewerben, sondern Links für Google zu generieren. Dann kamen diverse Updates beim großen G. Unter anderem wird man nun im Ranking abgestraft, wenn man bezahlte Links nicht kennzeichnet. Seitdem hat sich der Markt für bezahlte Beiträge gewandelt.

Natürlich gibt es noch Agenturen, die versuchen so an Links zu kommen. Dann wird meist aggressiv argumentiert, dass man bitte keine Kennzeichnung vornehmen soll. Immer mehr Blogger gehen das Risiko jedoch zu Recht nicht mehr ein. Vor allem rechtlich, sollte man die bezahlten Beiträge richtig kennzeichnen. Die nächste Abmahnwelle steht hier in den Löchern.

Zwei Animationsfiguren, die sich die Hand reichen.So hat sich der Markt der Kooperationen in die der Qualität und die der Quantität eingeteilt. Manche Werbetreibende spamen den Markt gezielt mit Kleinkampagnen zu, damit zumindest die Szenekundigen nicht um das Thema herumkommen. Gerne auch in Kombination mit Gutscheincodes.

Ich glaube jedoch, dass sich hier langfristig die meisten Agenturen in Richtung Qualität, bzw. Reichweite orientieren. Das wird zu Lasten der kleinen Blogs gehen, die ohne eine gewisse Reichweite nicht in das Raster der Agenturen fallen werden. Das finde ich persönlich auch nicht schlimm, denn als Blogger solltest du, wie ein Selbständiger authentisch bleiben. Das heißt, nicht jeden Mist annehmen und vor allem nicht unter Wert. Da du aber vor allem zu Beginn keine ambitionierten Preise durchdrücken kannst, rate ich, wenn man nicht darauf angewiesen ist, fast alles abzulehnen.

Wenn du Aufträge für 50-100€ annimmst, wirst du irgendwann folgendes Problem haben: Es gibt nicht so viele Agenturen, die für dich als Blogger interessant sind. Wenn du einmal damit anfängst für diese Agenturen für kleine Beträge zu arbeiten, wollen sie immer das Angebot haben. Dann wird es zukünftig sehr schwer, vernünftig bezahlt zu werden. Besser ist es immer umgekehrt: Vernünftige Preise anbieten und wenn du den Auftrag wirklich haben möchtest, ausnahmsweise einen Rabatt aushandeln.

Was vernünftige Preise sind, wie du Agenturen erhältst und mehr versuche ich an anderen Stelle im Blogger 1×1 zu klären. (Tipp: Newsletter abonnieren um es nicht zu verpassen).

VG Wort

Für viele relativ unbekannt, aber für Blogs mit einer gewissen Reichweite und vielen Artikeln ein sehr nettes Urlaubsgeld. Die VG Wort ist sowas wie die GEMA für Autoren. Ihr Geld nimmt diese Verwertungsgesellschaft über Gebühren, die beim Kauf von Druckern, Scannern oder Multifunktionsgeräten anfallen ein. Aber auch Rundfunk- und Fernsehsender müssen Gebühren abdrücken. Rund 67 Mio. Euro schüttet die VG Wort im Jahr an Autoren und Verlage aus.

Seit 2007 sind auch Blogger unter bestimmten Voraussetzungen für Ausschüttungen berechtigt. Im Jahr 2009 gingen dadurch immerhin 616.285 Euro in die Bloggerszene. Der Betrag dürfte sich bis heute sicherlich gesteigert haben.

Technisch ist es für den Laien nicht ganz unkompliziert das sogenannte Zählpixel einzubauen. Das überprüft, ob dein Text für die Ausschüttung berechtigt ist. Hier gelten relativ strenge Regeln, weshalb sich für Beginner der Aufwand aus meiner Sicht nicht lohnt. So muss der Beitrag mindestens 1.800 Zeichen besitzen und ausgeschüttet wird nur, wenn der jeweilige Beitrag auch eine gewisse Anzahl an Besuchern hat. Das wird jedoch erst am Ende des Jahres festgelegt. 2013 musste der Beitrag mindestens 1.500 Besucher haben, dann gab es 10€ als Tantieme. Ab 37.500 Besuchern erhielt man 16 Euro.

Spätestens bis zum 31. Januar des Folgejahres müssen die Texte, die ausschüttungsberechtigt sind, manuell bei der VG Wort gemeldet werden. Noch mehr Infos zum Prozedere gibt es hier.

Eigene Produkten & Dienstleistungen anbieten

Eine immer beliebtere Art den Blog zu monetarisieren ist das Anbieten von eigenen Produkten und Dienstleistungen. Als Blogger bist du meist in einem Spezialgebiet unterwegs und baust dir nach und nach Vertrauen bei deiner Leserschaft auf. Diese persönliche Beziehung kann zu großem Vertrauen und Sympathie führen. Diese Voraussetzungen sind Ideal um (hochwertige) Produkte und Dienstleistungen an den Mann zu bekommen.

Eine beliebte Art der Produkte sind E-Books. Der Trend kommt immer mehr aus den USA zu uns herüber. Der Trick ist es, genügend Leute für deinen bisherigen Content zu begeistern und sie beispielsweise mittels Newsletter auch an dich zu binden. Ab und an bringst du exklusive Informationen heraus, die es so nicht überall im Netz zu finden gibt und verlangst dafür Geld. Da die Leute von der Qualität deiner Arbeit überzeugt sind, ist die Hemmschwelle, dieses Wissen zu erwerben sehr gering. Außerdem ist ein E-Book wunderbar skalierbar. Egal ob du zehn oder 100.000 verkaufst. Der Aufwand ist derselbe.

Ein Mann vor seinem Laptop, links und rechts neben ihm ein Bücherregal. Symbolisiert, dass sein Wissen in den PC geht.

Wenn du Dienstleistungen oder (eigene) Konsumgüter verkaufen möchtest. Ein vorgeschalteter Blog eignet sich hervorragend um dein Shop zu pushen oder dein Telefon zum glühen zu bringen.

Viele haben allerdings Angst, dass sie zu viele Tipps kostenlos bereitstellen und ihre Dienstleistung deshalb überflüssig wird. Ich habe die gegenteilige Erfahrung gemacht. Die Leute, die sowieso nicht bereit sind dafür Geld zu bezahlen, googeln es sich notfalls tagelang aus Prinzip zusammen. Die Kunden, die verstanden haben, dass man lieber zehn Stunden outsourced, als es zwanzig Stunden selbst zu machen, werden erst recht bei dir buchen, je detaillierter dein Content ist. Denn so wissen sie, dass du weißt, wovon du sprichst.

Auch bei Consumer-Produkten danken dir die Kunden deine Transparenz. Außerdem führen viele Informationen zu deinen Anwendungsfällen und zu (technischen) Details zu geringeren Storno-Quoten.

Wenn du zum großen Experten deiner Branche aufsteigst, kann es auch sein, dass du Einladungen zu Fernseh- oder Radiosendungen erhältst. Oder aber du wirst als Speaker bei den zur Zeit vielen Festivals, Veranstaltungen und Workshops gebucht. Hier kann man auch gut verdienen. Das muss einen allerdings auch liegen.

Finanzierung durch Community-Unterstützung

Seinen Aufwand durch die Community gegenzufinanzieren ist auch ein Trend, der eher in den USA funktioniert. Wenn man es gut macht und eine interessante Nische besetzt auch in Deutschland.

Jubelnde Fans

Eine Fangemeinde kann als Blogger nie schaden.

Man kann es so machen wie es die Zeitungsverlage gerade verzweifelt versuchen. Zum Beispiel drei Artikel im Monat kostenlos lesbar machen und dann eine Abogebühr verlangen. Das halte ich, vor allem als Blogger, jedoch für den falschen Weg. Den Vorteil der persönliche Beziehung zu seinen Lesern sollte man durch ein transparentes Finanzierungsmodell auf jeden Fall „ausnutzen“.

Dazu kann man zum Beispiel ganz klar aufschlüsseln, wie viel Geld man für einen Artikel oder einen Podcast benötigt um zu versuchen diesen Betrag für jeden Artikel einzusammeln. Oder aber man lässt sich durch die „Crowd“ sein Equipment finanzieren. Eins sollte man hier aber immer machen: Gut argumentieren, warum man die Hilfe der Community benötigt.

Das funktioniert erfahrungsgemäß jedoch nur in Nischen, die zwar für einzelne Leser hoch interessant aber aufwändig umzusetzen sind. Das muss den Leuten jedoch klar sein, dass man das Ganze nicht profitabel betreiben kann. Auch ein idealistisches Thema kann dabei helfen.

Zum Beispiel hockt sich Tilo Jung immer in die Bundespressekonferenz und stellt naive Fragen. Trotz ordentlicher Reichweite kann man mit so einem Thema niemals solche Reichweiten erzielen wie Bibis Beauty Palace. Das ist den Leuten bewusst, außerdem hat das Thema auch einen politischen und gesellschaftlichen Wert. Deshalb spenden die Menschen gerne dafür. Auch wenn Tilo und sein Team nicht gerne öffentlich kommunizieren, wie viel Geld herumkommt und für was es ausgegeben wird.

Ein Blogger-Beispiel gefällig? Tim Urban nimmt mit seinem Kumpel rund 12.500$ im Monat durch ihren waitbutwhy.com Blog mittels Spenden ein. Darin debattieren sie alle möglichen Themen äußerst ausführlich. Das wertschätzen die Leser offenbar.

Anbieter, die sich zur Umsetzung für so eine Art Finanzierung eignen ist der Marktführer patreon. Vor kurzem hat das deutsche Pendant Steady seine Pforten geöffnet.

Mit dem Blog zum Job

In vielen Branchen kann der eigene Job auch der Türöffner für die Karriere sein. Zum einen hilft einem Netzwerken immer weiter. Zum anderen zeigt dein Blog deine Expertise und dein Engagement in deinen Fachbereichen.

Einen fachspezifischen Blog würde ich auch immer bei Bewerbungen angeben. Bei Alltagsblogs würde ich das je nach Firmenimage individuell entscheiden.

Wie verdiene ich denn nun Geld mit meinem Blog?

Es ist wie immer im Leben eine Abwägungssache. Sicher ist jedoch, dass du bis der Rubel rollt auch bei sehr guter Arbeit viel Geduld mitbringen musst. Vor allem, wenn du kein Marketingbudget besitzt (oder eins besitzt und kein Plan hast wie du es ausgeben sollst).

Plane am Anfang eine große Durststrecke ein, die sich auch über Jahre hinweg ziehen kann. Das Wichtigste ist, deine Leser glücklich zu machen. Wenn das geschehen ist, solltest du weise aus den oben genannten Monetarisierungsmöglichkeiten wählen. Und ganz wichtig: Trauere keine nicht gemachten Umsätze nach 🙂

Weitere Tipps rund ums Bloggen gibt es in meiner Artikelreihe Blogger 1×1.

Ich würde mich freuen, wenn du meinen Newsletter abonnieren würdest. Dann verpasst du auch keinen interessanten Beitrag mehr.

Benachrichtige mich:



Arbeitsnachweis Februar 2017

Ein Baby, das vor einem Laptop sitzt

Der Februar ist eigentlich wie im Flug vergangen, deshalb ist es ganz gut, dass ich die Ereignisse wieder einmal mit einem Arbeitsnachweis Revue passieren lasse.

Ich steige auch gleich ohne Umschweife in die nackten Zahlen ein.

Arbeits- & Produktivzeit im Februar 2017

Obwohl es mich mal wieder erkältungstechnisch erwischt hat, war ich jeden regulären Arbeitstag im Büro. Auch, weil mich an den drei Tagen, an denen es am „schlimmsten“ war der Geschäftsführer der Firma, mit der ich ein Gemeinschaftsbüro betreibe abgeholt und ins Büro „gezerrt“ hat 🙂 Motivation mal anders. Das hat sich aber trotzdem zumindest auf die Produktivzeit ausgewirkt. Vier der fünf „Krankheitstage“ waren mit unter 3:45h relativ unproduktiv.

Ansonsten bin ich trotzdem eher überrascht, dass doch 180:35h Bürozeit, 110:57h Produktivzeit und ein daraus resultierender Produktivitätsanteil von 69 % (Berechnung: Produktivzeit / (Bürozeit-1h Pause am Tag)). Gefühlt war das mal wieder weniger. Was vermutlich am Output liegt, dazu aber unten mehr.

Im Vergleich zum Januar sind das absolut gesehen ~45h Bürozeit und ~19h Produktivzeit mehr gewesen.

Ein Balkendiagramm das meine persönliche Produktivzeit und meine Anwesenheitszeit im Büro für den Februar 2017 gegenüberstellt.

Wie man in der untenstehenden Tabelle sehen kann, ist meine Produktivzeit in Relation zur Bürozeit gleich geblieben. Dadurch, dass ich jedoch jeden Arbeitstag im Februar im Büro war, hat sich hier meine Anwesenheit je Arbeitstag erhöht. Was sich auch in absoluten Zahlen wiederspiegelt.

Arbeits- & Produktivzeit 2017

MonatAnwesenheit pro regulärem Arbeitstag in BayernProduktivitätszeit pro regulärem Arbeitstag in BayernProduktivitätszeit je anwesendem Bürotag
Januar6:45h4:21h5:35h
Februar9:00h5:33h5:33h
März08:45h5:15h5:35h
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Zur Vergleichbarkeit möchte ich hier einige Indikatoren erstellen.
Die Arbeitstage in Bayern betragen je nach Monat 18 - 23. Ein Bürotag ist ein Tag, indem ich im Büro war. Natürlich verzerrt ein Tag an dem ich produktiv, jedoch nicht im Büro war, die Statistik. Auch Urlaub/Krankheit wird die Statistik beeinflussen. Trotzdem sind die Zahlen denke ich ein guter Indikator zum Vergleichen und relativ leicht auszurechnen für mich.

Projektfortschritte Februar 2017

Tortendiagramm das aufschlüsselt, wie viel Zeitanteil ich an welchem Projekt gearbeitet habe. 40% Kunden, 9% Blog2Help, 28% Plötzlich-Selbständig, 3% Stadion-News & Spoontastic Baby, 17% RegSoft

RegSoft

Ich fange dieses Mal mit RegSoft an unter das eigentlich alles Organisatorisches / Marketingtechnisches / Buchhalterisches fällt, das bei meiner Selsbtändigkeit so zusammenkommt. Dieser Posten ist dieses Monat so hoch, weil ich fast vier Tage damit verplempert habe mich um eine Abmahnung zu kümmern. Ich möchte jetzt noch nicht so sehr ins Detail gehen, bevor es nicht ganz abgeschlossen wurde.

Aber aus meiner Sicht wurde ich zu unrecht abgemahnt wegen der Nutzung von CC-BY Bildern. Ich habe meinen Anwalt eingeschaltet und möchte aber auch meine Anwaltskosten von der Gegenseite erstattet bekommen. Das finden die nicht so cool, weshalb es vermutlich auf einen Prozess hinausläuft. Das ganze Zusammentragen und abklären mit meiner Versicherung hat mich nicht nur Zeit, sondern auch Kraft gekostet. Ich war mir bewusst, dass Abmahnungen kommen können, hab mir aber erhofft, dass die erst kommen, wenn ich sie aus der Portokasse zahlen kann. Denn trotz Versicherung gibt es ja einen Eigenanteil.

RegSoft / Kunden

Hier gibt es halbwegs erfreuliches zu berichten. Bei dem Kunden, bei dem ich das Inbound Marketing betreibe scheint es weiter zu fruchten. Das Ergebnis vom Januar konnten wir halten und haben auch im Februar den Auftragseingang im Vergleich zu 2016 um 52 % gesteigert.

Mein Großauftrag, bei dem ich ein Portal entwickeln muss komm ich auch ganz passabel voran. Werde aber im Februar noch ein bisschen mehr reinklotzen müssen.

Plötzlich-Selbständig

Wie man am Tortendiagramm sieht, habe ich sehr viel Zeit für diesen Blog hier im Februar aufgewendet. Das mündete in fünf sehr ausführliche Artikel. Außerdem habe ich sogar ein kleines Plugin gebastelt, das ca 2h gekostet hat. Das ist dann aber auch mein allererstes öffentliches WordPress-Plugin geworden. Bisher habe ich ja nur für Kunden und für mich selbst entwickelt. Allerdings ist das Plugin noch nicht in der offiziellen Bibliothek gelistet. Das werde ich aber diesen Monat angehen.

Highlight war der Artikel, indem ich 100 Kommentare, die ich auf fremden Blogs verfasst und statistisch aufbereitet habe. Dieser ging vor allem in den sozialen Medien viral und hat bis jetzt auch selbst schon 53 Kommentar auf den Buckel. Durch das Ergebnis wurde ich ein wenig beflügelt.

Die weiteren Beiträge im Februar waren:

Blog2Help

Bei Blog2Help habe ich mich im Februar in der wenigen Zeit, die ich für meinen Umweltblog aufgewendet habe eher der Idee des nachhaltigen Produktverzeichnises gesteckt. Da ich zu jedem Produkt eine Einzelbewertung vornehme, dauert das Anlegen eines Produkts doch länger als gedacht. Ca 15 Min benötige ich pro Produkt.

Leider ist u.a. deshalb auch nur ein Beitrag zusammengekommen, das aber zum Thema des Verzeichnisses passt wie die Faust aufs Auge:

Ich würde mich freuen, wenn du meinen Newsletter abonnieren würdest. Dann verpasst du auch keinen interessanten Beitrag mehr.

Benachrichtige mich:



Blogger 1×1: Steuerliche Pflichten als Blogger – Umsatzsteuer ja oder nein?

Casio Taschenrechner der auf Euro Münzen und Scheinen liegt

Du bist also fest entschlossen, Geld mit deinem Blog zu verdienen. Sehr wahrscheinlich hast du dich dann auch nach meinem Rat dafür entschieden, ein Gewerbe anzumelden. Nun fragst du dich natürlich, welche steuerliche Pflichten auf dich zukommen.

Dazu muss ich aber noch gleich zwei Dinge loswerden, bevor ich wieder einen Mini-Shitstorm ernte: Der Beitrag richtet sich an jene, die mit dem Bloggen anfangen und langsam damit Geld verdienen wollen. Und nicht an Menschen, die sofort ein riesen Business mit hunderten Sonderfällen aufziehen möchten. Die sollten sich schleunigst intensiver mit dem Thema beschäftigen (Bücher, studieren) oder jemanden dafür bezahlen, dass er sie berät. Darüber hinaus bin ich kein Steuerberater oder Anwalt, sondern gebe hier nur meine Erfahrungen als Blogger und Selbständiger weiter. Deshalb ist das weder eine Rechts- noch eine Steuerberatung.

Umsatzsteuer ja oder nein – Kleinunternehmerregelung

Zugegeben, das Wort Kleinunternehmen irritiert schon ein wenig. Es könnte suggerieren, dass man als kleines Unternehmen total die krassen Vorteile hat. Deshalb wird in Bloggergruppen schon ab und an mal geraten, die Kleinunternehmerregelung anzunehmen. Doch dieses Denken ist nicht richtig. Wichtig: Nicht zu verwechseln mit einem Kleingewerbe!

Die Kleinunternehmerregelung regelt nur, ob du Umsatzsteuer bzw. Vorsteuer abführen musst oder nicht.

Nun stellt sich die Frage, ob du als (kleiner) Blogger Umsatzsteuer abführen sollst oder nicht. Als wir damals unseren ersten pseudoprofessionellen Blog gestartet haben, in dem es um PC-Spiele ging, haben wir uns aus folgendem Grund dafür entschieden: Wir wollten nach außen so professionell wie möglich auftreten um uns von den „Kiddie-Blogs“ abzuheben. Deshalb macht eine Umsatzsteuer-ID im Briefkopf schon mehr her als gar nichts. Und besser als der Hinweis, dass man der Kleinunternehmerregelung unterliegt, sieht es auch aus. Das hat eigentlich auch phänomenal geklappt. Wir hatten im Gegensatz zu vielen Konkurrenzblogs auch sehr gute Kontakte zu den großen Publishern.

Eine Straßenlaterne auf der ein Schild mit der Aufschrift Finanzamt hängt.Ein weiterer Vorteil ist, dass du Gegenstände, Software und Dienstleistungen, die du für deine Arbeit als Blogger benötigst, zukünftig netto einkaufst. Dir also die Umsatzsteuer „zurückholen“ kannst. Hier darfst du aber kein Schindluder treiben, Umsatzsteuerbetrug wird hart bestraft und da ist das Finanzamt auch hinterher. Vor allem, wenn man ohne Steuerberater unterwegs ist. Bei mir haben sie bevor ich bei einem Steuerberater war mal alle Rechnungen angefordert und eine schriftliche Auskunft verlangt, warum ich was gekauft habe.

Hinzu kommt der organisatorische Aufwand, dass du im Jahr der Gründung und im kompletten nächsten Jahr deine Umsatzsteuer monatlich online voranmelden musst. Was aber in den ersten Monaten des Bloggens bzw. der Selbständigkeit nicht unbedingt schlecht ist, da du so gezwungen bist, deine Ein- und Ausgaben im Auge zu behalten. Je nach höhe des Umsatzes musst du dann in den Folgejahren die Voranmeldung nur noch vierteljährlich abgeben oder gar nicht mehr (< 1.000€ USt. im Vorjahr).

Wenn dein Business gut läuft (>7.500€ abgeführte Umsatzsteuer im vergangenen Jahr), bleibt es bei einem monatlichen Turnus. Möchte man von einer monatlichen Meldepflicht zu einem anderen Intervall wechseln, muss man das von sich aus beantragen. Es kann zwar auch vorkommen, dass dir das Finanzamt schreibt, dass du doch ab jetzt lieber vierteljährlich melden sollst. Das muss es aber nicht.

Neutral würde ich den Fakt sehen, dass du dann deinen Auftraggebern USt. berechnen musst. Meistens sind das ja Agenturen, für die die Mehrwertsteuer einfach ein durchlaufender Posten ist. Solltest du aus welchem Grund auch immer, überwiegend private Auftraggeber haben, macht die Kleinunternehmerregelung schon Sinn:

Kleinunternehmerregelung Voraussetzungen:

Ich zitiere hier Wikipedia, weil besser kann ich es auch nicht erklären 🙂

Existenzgründer müssen ihren Umsatz für das Gründungsjahr sowie für das darauffolgende Wirtschaftsjahr schätzen und gegenüber dem Finanzamt glaubhaft machen. Hat der Unternehmer seine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit nur in einem Teil des Kalenderjahres ausgeübt, so ist der in diesem Zeitraum erzielte Umsatz auf einen Jahres-Gesamtumsatz hochzurechnen. Überschreitet der Umsatz voraussichtlich 17.500 €, scheidet die Anwendung der Kleinunternehmerregelung von vorneherein aus. Überschreitet der Umsatz im Gründungsjahr 17.500 €, darf die Kleinunternehmerregelung im folgenden Wirtschaftsjahr nicht mehr in Anspruch genommen werden. Das Gleiche gilt, wenn im Folgejahr der Jahresumsatz 50.000 € voraussichtlich überschreiten wird.

Ob du die Kleinunternehmerregelung anwendest, gibst du in dem Fragebogen des Finanzamtes an, den du nach der Gewerbeanmeldung zugeschickt bekommst.

Wie du dann eine korrekte Rechnung ausstellst, darauf werde ich ein anderes Mal im Blogger 1×1 eingehen.

Buchhaltung, Buchhaltungspflichten / Bilanzierung

Auch die Buchhaltungspflicht ist immer ein beliebter Punkt, bei dem mehr Panik geschürt wird als notwendig. In 99,9% der Fälle musst du als Blogger keine Buchhaltungspflichten erfüllen.

Man ist lediglich als im Handelsregister eingetragene Gesellschaft automatisch verpflichtet eine doppelte Buchhaltung zu führen. In der Regel wirst du dich als Blogger aber entscheiden, eine Einzelfirma zu sein. Wenn du auf die irrwitzige Idee kommst, dich als Kaufmann einzutragen (e.K.), dann bist du auch bilanzierungspflichtig und musst deshalb auch eine doppelte Buchführung vollziehen.

Bis auf eine Ausnahme langt es als Einzelfirma in seiner Steuererklärung eine Einnahmeüberschussrechnung anzuhängen. Hier hast du bis 17.500 Euro Umsatz (nicht Gewinn!) relativ großen Gestaltungsspielraum und kannst das generell über Excel oder Co. handhaben. Wichtig ist, dass jede Einnahme und Ausgabe einzeln aufgeschlüsselt ist. Eine einfache, aber ganz praktikable Vorlage habe ich hier für euch gefunden. Nehmt sie als Orientierung und passt sie an eure Bedürfnisse an.

Zur Vollständigkeit möchte ich noch erwähnt haben, dass du als Einzelunternehmer automatisch bilanzierungspflichtig wirst, wenn du im Wirtschaftsjahr mindestens 60.000€ Gewinn oder 600.000€ Umsatz machst (Stand: Neuregelung ab 2016).

Steuererklärung

Sobald du Geld aus selbständiger Arbeit einnimmst, bist du verpflichtet eine Steuererklärung innerhalb der gesetzlichen Fristen einzureichen.

Steuererklärung Abgabefristen

Ohne Steuerberater31. Mai des Folgejahres
Ohne Steuerberater mit Fristverlängerung30. September des Folgejahres
Mit Steuerberater31. Dezember des Folgejahres
Mit Steuerberater mit Fristverlängerung28. Februar des übernächsten Jahres

Die Steuererklärung kann man dank ElsterOnline mittlerweile sehr gut alleine hinbekommen. Ein Steuerberater ist aber schon sinnvoll, wenn du dich nicht überall selbst einlesen möchtest und vor allem wenn bei dir noch mehr zu beachten ist wie Wohnungseinkünfte oder besondere Dinge, die du absetzen möchtest.

Ausschnitt einer deutschen Einkommenssteuer aus Papier

Dank ElsterOnline hat man keinen Papierkram mehr bei der Einkommenssteuer

Wichtig im Zuge deines Blogs / deiner Selbständigkeit bzw. Gewerbe ist vor allem das Ausfüllen der Anlage G – Einkünfte aus Gewerbebetrieb (zum Formular-Download 2016).

Ab einem Umsatz von 17.500€ musst du deiner Steuererklärung die Anlage EÜR beifügen. Hier werden die Ein- und Ausgaben noch einmal kategorisiert, damit das Bundesfinanzministerium bessere Statistiken anfertigen kann.

Versteuert wird dein Gewinn anschließend nach „Abzug“ des Freibetrags (Stand 2017: 8.820€) je nach Lohnsteuerklasse. Wenn du Verlust machst, wird der angerechnet. Machst du längere Zeit Verlust, kann es sein, dass das Finanzamt dir einen Riegel vorschiebt und dir z. B. Liebhaberei unterstellt.

Gewerbesteuer

Auf die Gewerbesteuer möchte ich nur ganz kurz eingehen, weil dort teilweise haarsträubende Panikmache in den Bloggergruppen herrscht.

Bei der Gewerbesteuer gibt es einen Freibetrag von 24.500 € alles darunter ist demzufolge auch nicht gewerbesteuerpflichtig. Der Freibetrag ermittelt sich aus dem Gewinn, nicht aus dem Umsatz! Wer mit seinem Blog tatsächlich 24.500 € Gewinn einnimmt, für den ist mein Blogger 1×1 eh nicht geeignet. Der sollte schon fortgeschrittenen Content büffeln 😀

 

Ich würde mich freuen, wenn du meinen Newsletter abonnieren würdest. Dann verpasst du auch keinen interessanten Beitrag mehr.

Benachrichtige mich:



Youtube-Videos datenschutzkonform(er) einbinden + WordPress Plugin Empfehlung

Der Youtube Playbutton nachgezeichnet im Bleistift-Stil

Zur Zeit drehen Abmahner und Gerichte regelrecht durch, wenn es darum geht den Datenschutz richtig umzusetzen. Eigentlich macht man, sobald man irgendein externes Script verwendet schon etwas falsch. Auf die Problematik bin ich in meinem Blogger 1×1 schon einmal eingegangen.

Vor allem war das Urteil gegen die Verwendung des Like-Plugins von Facebook ein deutlicher Fingerzeig, wohin die Richtung bei Abmahnern gehen könnte. Aus der Urteilsbegründung könnte man folgern, dass sämtliche Embedded-Funktionen gegen den Datenschutz verstoßen, wenn sie persönliche Daten speichern könnten. Auch wenn sich das Gericht nur auf den Like-Button bezog und nicht etwa auf die Embedded-Funktion, mit der man zum Beispiel Facebook-Posts in die Webseite einbindet. Aber auch hier werden ziemlich sicher Abmahnungen folgen, dessen Urteile ich gespannt erwarte und hoffe, dass es mich nicht trifft.

Wie du zumindest die Abmahngefahr beim Einbinden von Youtube-Videos senkst, möchte ich nachfolgend erläutern.

Youtube setzt Cookies

Die gleiche Vorgehensweise hat jedoch auch Youtube, wenn das Video über die WordPress-Funktion oder über die Standard embedded Funktion von Youtube, eingebettet wird. Egal, ob das Video abgespielt wird oder nicht. Deinem Besucher wird ein Cookie gesetzt, welches später auch für Werbezwecken ausgewertet werden könnte.

Nun hat Youtube im Gegensatz zu Facebook oder Twitter eine Möglichkeit geschaffen, Inhalte einzubinden, ohne dass automatisch ein Cookie gesetzt wird. Dafür musst du bei der Einbetten-Funktion auf „Mehr Anzeigen“ klicken und dort den Haken bei „Erweiterter Datenschutzmodus aktivieren“ setzen.

Es lohnt sich nicht nur für Blogger diese Funktion zu beherzigen, sondern auch für alle anderen (selbständigen) Webseiten-Betreiber in EU-Länder.

Wenn du den Haken setzt, verändert sich der Link im Iframe-Code von youtube.com auf youtube-nocookie.com. Youtube wird dann nicht mehr standardmäßig ein Cookie setzten, sondern erst, wenn dein Leser das Video abspielt.

Ist das rechtlich sicher?

Das kann man schwer sagen. Ein Restriskio besteht weiterhin. Darauf ist auch Heise in einem ausführlichen Artikel darauf eingegangen. In jedem Fall solltest du in deine Datenschutzerklärung Youtube trotzdem aufnehmen.

Bevor es hier keine konkreten Urteile gibt, bleibt immer ein Fragezeichen vorhanden. Auf jeden Fall ist die No-Cookie-Lösung bisher die Praktikabelste.

Youtube no Cookie WordPress Plugin

Da ich bisher nur einen Hack gefunden habe, der Youtube-Links automatisch in die No-Cookie-Links umwandelt, habe ich kurzerhand mein eigenes Plugin geschrieben.

Das WordPress Plugin Youtube no Cookie könnt ihr hier herunterladen.

Ich habe das Plugin noch nicht auf der offiziellen WordPress-Seite eingereicht, deshalb müsst ihr es noch manuell installieren. Das werde ich aber nachholen und euch davon berichten.

Was macht das Plugin?

Screenshot des WordPress Menüpunktes EinstellungenDas Plugin wandelt automatisch alle Youtube-Videos in euren zukünftigen Beiträgen in Videos in der No-Cookie-Variante um. Dann müsst ihr nicht immer den Einbettungscode mit dem erweiterten Datenschutzmodus manuell einbauen.

Youtube Videos in den Beiträgen, die vor der Plugin Installation geschrieben wurden, sind davon nicht betroffen. Deshalb gibt es im Dashboard unter Einstellungen->Youtube no Cookie auch noch eine kurze Übersicht mit allen Beiträgen, in dem das Wort Youtube vorkommt.

Es langt, wenn ihr die Beiträge durchklickt, in den Editiermodus wechselt und den Beitrag aktualisiert.

Screenshot Aufgelistete Beiträge in denen Youtube vorkommt

Das Plugin listet euch relativ simpel gehalten Postings auf, in denen das Wort Youtube vorkommt.

Es kann jedoch sein, dass das Plugin eventuelle Youtube-Videos in deinem  Template, in den Kommentaren oder an sonstigen ungewöhnlichen Stellen nicht findet. Hier müsstest du manuell auf Spurensuche gehen.

Ich würde mich freuen, wenn du meinen Newsletter abonnieren würdest. Dann verpasst du auch keinen interessanten Beitrag mehr.

Benachrichtige mich:



Blogger 1×1: Muss ich als Blogger ein Gewerbe anmelden?

Ein Stempel, der auf einem geöffneten Aktenordner liegt. Symbolbild für das Abstempeln einer Gewerebeanmeldung

Es gibt viele Motive einen Blog zu betreiben. Ein Motiv könnte das Geld verdienen sein. Deshalb fragen sich viele Blogger ob und wann sie ein Gewerbe anmelden müssen. Und obwohl die Antwort auf die Frage ähnlich wie die Impressumspflicht sehr eindeutig ist, gibt es immer wieder Diskussionen darum.

Ein Gewerbe muss anmelden, wer eine dauerhafte Gewinnerzielungsabsicht besitzt. Interessant ist hier das Wort „Absicht“. Das heißt, selbst wenn du beim Start des Blogs kein Geld verdienst, musst du ein Gewerbe anmelden, wenn du planst zukünftig Geld damit einzunehmen.

Obligatorisch möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich weder Steuerberater noch Rechtsanwalt bin. Die Tipps sind gründlich recherchiert und es fließt meine Meinung ein. Versteht sie nicht als Rechts- oder Steuerberatung. Danke.

Gewerbetreibender vs. Freiberufler

Oftmals wird geraten, dass man versuchen soll, sich als Blogger als Freiberufler anzumelden. Freiberufler darf man zuallererst nicht mit Freelancern verwechseln. Freiberufler arbeiten in freien Berufen, die streng geregelt sind. Diese genießen dann einige steuerliche Vorteile, weshalb es als Blogger natürlich attraktiv wäre, ein Freiberufler zu sein.

So können zum Beispiel Journalisten, Texter oder sogar ich als Informatiker ein Freiberufler sein. Allerdings ist es als Blogbetreiber äußerst unwahrscheinlich, dass du unter Freiberufler fällst, da du ja keinen freien Beruf ausübst, sondern einen Blog betreibst. Da kann es ausnahmen geben, wie wenn du als freier Journalist deine Texte auch auf deinem Blog anbietest und sonst nichts. Aber auch hierfür würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen.

Bei solchen Sonderfällen immer zum Steuerberater. Steuernachzahlungen sind nicht witzig.

Aber ich will nur meine Webspace-Kosten decken!

Eine Frau, die mit einer Retro-Kamera photographiert.

Wenn du nur aus Spaß photographierst und sie ohne Geld verdienen zu wollen auf Facebook und Co. oder deiner eigenen Homepage veröffentlichst, musst du kein Gewerbe anmelden.

Viele Blogger wollen mit ihrem Blog gar nicht reich werden. Manche machen es aus überzeugter Leidenschaft, andere würden zumindest gerne ihre Ausgaben gedeckt haben und binden deshalb Werbung ein. Ein Großteil der Blogger wird vermutlich auch nie Gewinn erzielen, selbst wenn sie eine Gewinnerzielungsabsicht besitzen.

Wer dauerhaft keinen Gewinn erzielt und es vermutlich auch nicht schaffen wird, fällt unter Liebhaberei. Das Problem ist aber, dass man das sobald man Werbung auf der Seite hat oder bezahlte Beiträge annimmt ja nicht beweisen kann. Deshalb empfiehlt es sich auch hier, erst einmal ein Gewerbe anzumelden. Wenn dann das Finanzamt nach 2-4 Jahren sagt, es liegt Liebhaberei vor, dann hast du es wenigstens schwarz auf weiß.

Wie melde ich ein Gewerbe als Blogger an?

Als Blogger meldest du dein Gewerbe grundsätzlich genauso an, wie jeder andere Selbständige auch. Zuerst entscheidest du dich für eine Unternehmensform, die zu 99% die Einzelfirma sein wird und dann beantragst du das Gewerbe. Als Einzelunternehmer musst du selbst das Gewerbe beantragen, als Kapitalgesellschaft der Geschäftsführer.

Das Gewerbe beantragt man in der Regel auf der Gemeinde, bzw. auf dem Bürgeramt. Die Kosten liegen meist zwischen 12,50€ und 50,00€. Die meisten Gemeinden haben die Gewerbeanmeldung schon auf ihrer Homepage zum Download bereitgestellt, sodass man eigentlich nur noch zum Stempel holen auftauchen muss. Hier könnt ihr den Gewerbeantrag für die Stadt-Regensburg herunterladen, damit ihr seht, wie so etwas aussieht.

Ihr dürft leider nicht davon ausgehen, dass Mitarbeiter einer Gemeinde oder des Finanzamtes euch weiterhelfen können, da viele keine Ahnung haben, was Blogger eigentlich machen.

Wichtige Angaben als Blogger

Bei der Gewerbeanmeldung gibt es nicht viel zu beachten. Es werden meist Standardangaben erfragt wie deine Adresse. Trotzdem möchte ich noch auf die ein oder andere Stelle eingehen.

Selbst erstelltes Muster einer Gewerbeanmeldung

Selbst erstelltes Muster einer Gewerbeanmeldung

Punkt 12: Betriebsstätte

Ist eigentlich deine Adresse von dir zu Hause, wenn du nicht ein eigenes Büro besitzt. Dann das Büro. Büros hätten den Vorteil, dass man leicht Ausgaben wie Kaffee und Co. steuerlich geltend machen könnte.

Punkt 15: Angemeldete Tätigkeit

Einer der wichtigsten Punkte bei einer Gewerbeanmeldung. Im besten Fall gibt man hier eine sehr breitgefächerte Tätigkeit an, in der auch dein Gewerbe fällt.

Wenn du hier jetzt zum Beispiel „Bereitstellen von Werbebannern“ angeben würdest, dürftest du nur ausschließlich damit Geld verdienen. Für alles andere müsstest du ein extra Gewerbe anmelden.

Als Blogger hat sich als Tätigkeit die Tätigkeit „Internetdienstleistungen“ bewährt. Hier kann tatsächlich alles darunterfallen, was nur irgendwie mit dem Internet zu tun hat.

Punkt 16: Wird die Tätigkeit (vorerst) im Nebenerwerb betrieben?

Wenn du den Blog neben einem Vollzeitjob betreibst, ist die Antwort mit „Ja“ recht einfach zu beantworten. Kniffeliger wird es, wenn du ein Gewerbe ohne eigenes Einkommen anmeldest. Zum Beispiel als Elternteil, das daheim bleibt.

Ob ein Vollerwerb vorliegt ist nicht so einfach zu bestimmen. Das hat auch nicht unbeding mit dem Geld, das du mit der Selbständigkeit verdienst zu tun. Sondern unter anderem, wie viel Zeit du aufwenden musst, um den Laden am Laufen zu halten. Wenn du hier jedoch „Nein“ ankreuzt könnte das zum Beispiel Auswirkungen auf deine Krankenkasse haben oder auf deine Steuern. Bevor du hier also unbedacht „Nein“ ankreuzt, würde ich ausnahmsweise ein bisschen Geld in die Hand nehmen und mich von einem gründungsaffinen Steuerberater beraten lassen. Trotzdem solltest du nicht „Ja“ ankreuzen, wenn du denkst, dass „Nein“ berechtigt wäre.

Solltest du aus der Arbeitslosigkeit heraus ein Gewerbe anmelden, sprich das unbedingt mit dem Arbeitsamt ab, da auch das Arbeitsamt die Gewerbeanmeldung übermittelt bekommt.

Punkt 17: Datum des Beginns der angemeldeten Tätigkeit

Man kann die Anmeldung der Tätigkeit auch zurückdatieren. Allerdings sollte das nicht zu sehr in der Vergangenheit liegen. Wenn du zum Beispiel am 1. Februar deinen Blog eröffnet hast, aber erst am 16. Februar dazu kommst, dein Gewerbe anzumelden ist es völlig in Ordnung in Feld 17 den 1. Februar einzutragen. Wenn du allerdings im März ein Gewerbe vom Januar oder schlimmer noch vom vergangenen Jahr anmelden willst, wird es kritisch. Dann solltest du auf jeden Fall vorher mit deiner Gemeinde/Stadt und deinem Steuerberater sprechen.

Allerdings kann sich die Gewinnerzielungsabsicht natürlich auch erst ergeben haben. Weshalb es sich wie immer im Leben empfiehlt, die Sache einfach nicht auf die lange Bank zu schieben 🙂

Was passiert nach der Gewerbeanmeldung?

Nach der Anmeldung deines Gewerbes passiert erst einmal länger nichts. Mit dem Stempel der Stadt darfst du aber schon gewerblich in deinem Bereich tätig werden. Irgendwann kommt ein Brief des Finanzamtes, das du wahrheitsgemäß ausfüllst. Vor allem bei dem Punkt „voraussichtlicher Gewinn“.

Außerdem musst du dich entscheiden, ob du Umsatzsteuer abführen möchtest oder nicht. Ob ich das für ratsam halte und welche steuerlichen Pflichten als Blogger auf dich zukommen, werde ich an einer anderen Stelle im Blogger 1×1 erörtern.

Abonniere deshalb auch meinen Newsletter um zu erfahren, was du nach einer Gewerbeanmeldung als Blogger noch zu beachten hast!

Ich würde mich freuen, wenn du meinen Newsletter abonnieren würdest. Dann verpasst du auch keinen interessanten Beitrag mehr.

Benachrichtige mich:



Selbstversuch: Was bringen Blog-Kommentare wirklich? (Statistiken inside)

Sprechblasen als Symbol für Blogger-Kommentare

Verfasse sinnvolle Blog-Kommentare bei anderen! Diesen einfachen Tipp findest du in jeder x-beliebigen Top 5 – Liste mit dem Titel „Wie man mehr Besucher für seinen Blog / seine Webseite erhält“. Doch ist der Tipp wirklich wahr oder einfach nur gut gemeint?

Durch den kompletten Neustart meines Blogs Plötzlich-Selbständig.de war ich freilich wie jeder andere auch auf der Suche nach kostenlosen Besuchern. Dadurch, dass der Blog noch frisch ist, habe ich die Möglichkeit, die Statistiken besser auszuwerten. Weshalb ich einen Selbsttest gemacht habe und in diesem Beitrag detailliert zusammenfasse, was diese Blog-Kommentare wirklich gebracht haben.

Anzahl & Zeitraum der Kommentare

Ich muss zugeben, dass ich nicht sehr effektiv vorgegangen bin, was die Ergebnisse aber eigentlich realistischer machen. Ich habe nur Beiträge kommentiert, die ich halbwegs interessant gefunden habe und die Blogs hab ich zumeist in diversen Facebook-Gruppen, in denen ich aktiv bin, gefunden.

So zog sich das über sage und schreibe mehr als acht Monate (erster Kommentar am 13.6.2016 letzter Anfang Februar 2017). Mein Zeitaufwand betrug dabei 10:37h, wobei ich die Recherche ja in meiner „Facebook-Zeit“ gemacht habe, die ich nicht mitlogge.

Insgesamt sind ein bisschen mehr als 100 Kommentare zusammengekommen. Da ich allerdings ein bisschen was verdödelt hab, sind es nun genau 100 Kommentare, die ich zum Auswerten habe.

Anzahl Kommentare:100
Benötigte Zeit:10:37 h
Ben. Zeit pro Kommentar6 min, 22 Sek

Nach dem letzten verfassten Kommentar habe ich sieben Tage gewartet, bis ich die Auswertung vorgenommen habe. Damit habe ich allen genug Zeit gegeben, es freizuschalten und es ggfs. zurückzukommentieren.

Qualität der Blog-Kommentare

Selbstverständlich habe ich versucht, so qualitativ wie möglich auf die jeweilige Fragestellung zu antworten. Allerdings sind mir auch ein paar Einzeiler dazwischengerutscht, wenn es gepasst hat. Hier zwei exemplarische Beispiele:

Ein Kommentar von mir zum Thema Geld oder Sinn auf dem Blog von Alicegreschkow

Ein Kommentar zum Thema Geld oder Sinn.

Wie du siehst habe ich auch immer nur mit meinem Namen und nicht mit einem Keyword kommentiert und ein seriöses Gravatar-Logo verwendet.

Du kannst dich gerne einzeln von der Qualität der Kommentare überzeugen. Hier findest du meine detaillierte Blog-Kommentarliste.

Was brachten die Blog-Kommentare?

So und nun zu den nackten Zahlen.

84% der Kommentare sind heute noch auf den Blogs zu finden. 13% der Kommentare wurden nie freigeschaltet und bei 3% ist der Blog weg, der Beitrag weg oder die Kommentarfunktion im nachhinein abgeschafft worden.

Ein Tortendiagramm, dass die freigeschalteten und nicht freigeschalteten Blog-Kommentare noch einmal aufzeigt

Von den 84 freigeschalteten Kommentaren, haben 52 Blogger darauf geantwortet (62%) und 32 nicht auf mein Kommentar geantwortet (38%).

Ein Tortendiagram, wie viele auf die Blog-Kommentare geantwortet (62%), bzw nicht geantwortet (38%) haben.Nimmt man jedoch alle verfassten Kommentare zur Grundlage, wurde auf 52% meiner verfassten Blog-Kommentare auch geantwortet.

Sehr maue Besucherausbeute

Ein wichtiges Motiv, wieso man auf fremden Blogs kommentiert ist, dass man sich dadurch auch ein paar Besucher erhofft. Dieses Ergebnis war sehr ernüchternd. Die maximale Anzahl an Besuchern, die ich auf einen Kommentar erhalten habe war sieben.

Summa summarum konnte ich mit Piwik 68 Besucher zählen, die aufgrund der jeweiligen Kommentare meinen Blog besucht haben. Das ist ein sehr trauriger Schnitt von 0,68 Besuchern pro Kommentar.

Besucher Gesamt68
Besucher pro Kommentar0,68
Max. Anz. Besucher je Kommentar7

Erschreckender war jedoch, dass 72% der Blog-Kommentare zu keinem einzigen Besucher führten. Das bedeutet, dass noch nicht einmal der Blogbetreiber selbst meiner Seite einen Besuch abgestattet hat. Eine detaillierte Auflistung über die Anzahl der jeweiligen Besucher je Kommentar kannst du folgender Statistik entnehmen:

Ein Balkendiagramm der Anzahl der erhaltenen Klicks je nach Klickanzahl.

72 Mal 0 Besucher, 10 Mal ein Besucher usw.

Sonstige Effekte & Erkenntnisse

Hier wird es nicht gerade wissenschaftlich. Als ich mit dem Blog gestartet bin, hatte ich natürlich 0 Backlinks. Nun sind es je nachdem, welches Tool man befragt 40-80 Backlinks. Wie viele davon auf die Kommentare zurückfallen lässt sich leider nur sehr schwer sagen. Schätzungsweise würde ich sagen 80%.

Fünf Kommentare, die ich nachvollziehen konnte, wurden aufgrund meiner Kommentare auf meinem Blog verfasst.

Was mich geärgert hat war, dass manche meiner Kommentare nicht freigeschalten wurden, obwohl auf dem Blog zum einen eine Kommentarfunktion vorhanden ist, aber auch andere Kommentare freigeschaltet wurden. Ich kann es nicht nachweisen, aber bei 7 von den 13 nicht freigeschalteten Kommentaren habe ich das Gefühl, dass sie deshalb ignoriert wurden, weil ich als direkte Konkurrenz angesehen werde. Und das wäre, zumal die Kommentare sinnvoll waren, nicht die feine Schule.

Lohnen sich Kommentare auf fremden Blogs?

Nun stellt sich die Frage, ob sich der ganze Aufwand überhaupt lohnt? Natürlich sind 100 Kommentare statistisch gesehen keine große Zahl, aber groß genug um einen Trend zu erkennen. Eigentlich wollte ich 1.000 Kommentare verfassen, hatte es zu Beginn aber nicht für so aufwendig eingeschätzt.

Kosten pro Kommentar / Klick

Achtung Milchmädchenrechnung: Nehmen wir einmal an, ich hätte die 10,5 Stunden dafür verwendet, zum Mindestlohn irgendwo zu arbeiten, dann hätte ich 92,82€ (brutto) verdient. Hätte ich einen Auftrag an Land gezogen und die 10,5h gearbeitet, hätte ich mindestens 892,50€ Netto verdient. Der Einfachheit halber mixe ich brutto und netto, da man auf so einen geringen Verdienst eh keine EKSt zahlen müsste.

So hat mich ein erfolgreicher Kommentar je nach Job 1,11€ (92,82 € / 84 Kommentare) bzw. 10,63€ gekostet. Nach Recherchen im Internet zahlt man beim Backlinkausbau ca. 4€ für einen halbwegs vernünftigen, gekauften Kommentar. So bin ich je nach Job eigentlich sehr gut, bzw sehr schlecht weggekommen.

Rechnet man die Kosten pro Besucher, wären das beim Mindestlohn 1,30€ und als Selbständiger satte 13,13€ je Klick. Natürlich gibt es in Adsense teuere Keywords, aber über 10€ / Klick wäre schon eine Hausnummer. Wohingegen 1,30€ für einen qualitativen Klick jetzt nicht so ungewöhnlich wären. Allerdings bezweifle ich, dass ein Kommentarklick, so wie bei mir die Daten vorliegen, die Qualität eines Adsense Klicks besitzt. Bei allen anderen Banneranbietern oder auch auf Facebook kann man bei guter Optimierung locker auch auf 20cent oder weniger pro Klick kommen.

Zeit besser nutzen?

Drei gezeichnete Businessfrauen, die vor einer Stoppuhr posieren Nehmen wir einmal an, ich hätte in den zehn Stunden Artikel verfasst. Für einen ausführlichen Artikel, wie beispielsweise beim Blogger 1×1 benötige ich Pi mal Daumen drei Stunden. Hätte also gut drei neue Beiträge verfassen können.

Seit dem Start dieses Blogs im Juni 2016 habe ich 34 Beiträge verfasst und alle bisher ohne Marketingbudget veröffentlicht. Im Schnitt hat jeder Beitrag 114 unique Besucher erhalten und er wird zukünftig sicher auch immer mal wieder einen Besucher über Suchmaschinen bringen.

So hätten drei neue Artikel kumuliert ca. 342 Besucher gebracht. Das wären Klickkosten von 0,27€ bzw. 2,60€ gewesen. Mit dem positiven Effekt, dass ich drei ausführliche Artikel mehr auf der Seite hätte.

Meine Konsequenz aus den 100 Blog-Kommentaren

Ich halte ehrlich gesagt Kommentare verfassen für ein überbewertetes Marketinginstrument. Vielleicht liegt es an der Hilflosigkeit der Toplisten, einfach irgendwelche Tipps veröffentlichen zu müssen. Da sind Blog-Kommentare verfassen natürlich naheliegend, da kostenlos.

Auch zukünftig werde ich das ein oder andere Mal Kommentare auf anderen Blogs verfassen, einfach weil ich gerne diskutiere. Wenn man sich auf eine handvoll Blogs konzentriert, bei denen man immer mal wieder ein qualifizierten Kommentar abgibt, erinnern sich vielleicht auch deren Stammleser eher an einen und kommen vorbei. Aber das ist auch nur Kaffeesatzleserei.

Das Fazit lautet von meiner Seite aus: Kommentiert, wenn es euch Spaß macht. Seht es aber nicht als den heiligen Gral des Blogmarketings an.

 

Ich würde mich freuen, wenn du meinen Newsletter abonnieren würdest. Dann verpasst du auch keinen interessanten Beitrag mehr.

Benachrichtige mich:



 

Die Liste der Blogs auf denen ich kommentiert habe, mit allen einzelnen Statistiken findet ihr übrigens hier.

Blogger 1×1: Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Ein gezeichneter PC-Bildschirm auf dem Pseudocharts gezeichnet sind und links eine Lupe in der SEO steht

Es erzählt dir zwar jeder Blogger, dass er nur aus Leidenschaft bloggt, weil er so gerne Photos schießt oder nur des Schreiben willens. Aber seien wir doch einmal ehrlich, wenn meine Arbeit jemanden interessiert macht es gleich viel mehr Spaß. Und im Hinterkopf hat man immer doch irgendwie den Traum mit dem Bloggen sein Leben zu finanzieren. Aber all das kann nur passieren, wenn man Besucher auf seine Seite bekommt.

Da die meisten Blogger kein Geld für Marketingmaßnahmen haben, sollte man zumindest dafür sorgen, dass die eigene Seite gefunden wird. Im Internet bedeutet das hauptsächlich eine gute Auffindbarkeit in Suchmaschinen.

Wie wichtig ist SEO?

Je nach Branche und Marketingstrategie sieht die Herkunft der Besucher sehr unterschiedlich aus. Aber ich würde einmal sagen, dass eine durchschnittliche Webseite mit über 10.000 Besucher am Tag ungefähr folgende Besucherzusammensetzung besitzt: 70% Suchmaschinen (davon 90-95% Google), 20% Social Media, 9% Direktzugriffe/Newsletter, 1% durch Verlinkungen.

Das hatte in der Vergangenheit auch oft dazu geführt, dass ganze Branchen nach einem Google-Update in sich zusammengebrochen sind. Auch viele Unternehmer bekommen Fehler beim Suchmaschinenmarketing teuer zu spüren. Rutscht zum Beispiel ein Umzugsunternehmen von Platz 1 auf Platz 5 bei Google kann das schon einmal 60-70% der Besucher kosten. (Hier gibt es keine verlässlichen Zahlen, aber das halte ich ebenfalls für realistisch). Und Besucher bedeuten Kunden.

Deshalb gibt es weltweit zigtausende SEO-Experten, die ihr Wissen und ihre Dienstleistungen teuer verkaufen.

Auf welche Kriterien achten Suchmaschinen?

Früher waren Suchmaschinen eher erweiterte Branchenbücher, da sie sich ihre Suchergebnisse aus sogenannten Metadaten zusammengebastelt haben. Dann kam irgendwann einmal Google daher und hat das Suchen und Finden im Internet revolutioniert. der Suchmaschinenriese macht eigentlich nichts anderes, wie wenn du dich in deinem Umfeld umhörst und bspsw. den besten Friseur suchst.

In Sand gezeichneter Trust-Schriftzug für Vertrauen

Vertrauen ist ein wichtiger Faktor um in Suchmaschinen oben zu ranken.

Zum einen versucht dir Google immer die korrekteste Antwort zu deiner Fragestellung zu liefern. Dafür können sie auf eine riesen Datenmenge und leistungsstarke Algorithmen / Künstliche Intelligenz zurückgreifen, die u.a. den Text analysiert. Zum anderen versuchen Suchmaschinen, genauso wie hoffentlich deine Freunde, dir nur vertrauenswürdige Empfehlungen zu geben. Genau das war der Punkt, den Google zu so einen Erfolg geführt hat. Mittlerweile arbeiten alle größeren Suchmaschinen wie Bing ähnlich.

Larry Page und Sergey Brin sind zum ersten Mal auf die Idee gekommen, dass vermutlich Seiten vertrauenswürdig sind, die von vielen anderen (vertrauenswürdige) Seiten verlinkt (also empfohlen) werden. Das hat auch lange Zeit sehr gut geklappt, bis eine gigantische SEO-Branche entstanden ist, die mit Links geschachert hat. Um dem entgegenzusetzen wurden immer mehr Rankingfaktoren eingeführt. Mittlerweile haben über 200 Faktoren Einfluss darauf, auf welchem Platz deine Seite bei Google erscheint.

Welche SEO-Maßnahmen soll ich als Blogger treffen?

Nun kannst du als Blogger alle 200 Rankingfaktoren versuchen zu erfüllen und keine Zeit mehr zum Bloggen haben oder aber du konzentrierst dich auf die wichtigsten. Vor allem wird Google immer intelligenter beim Bewerten von Content, sodass man von außen immer weniger Einfluss hat, seine Seite künstlich nach oben zu pushen. So genannte Usersignale werden mehr und mehr wichtiger.

Das heißt, man sollte dafür sorgen, dass die Leser den Inhalt erhalten, den sie erwarten und nicht sofort wieder wegklicken sondern sich lieber durch die Seite navigieren. Wie Google das mitbekommt? Nicht umsonst haben die Kalifornier so viele tolle Tools für Webmaster: Kostenlose Schriftarten, Google-Analytics, Google Adsense usw. Und da wäre ja auch noch der hauseigene Browser Chrome, mit dem mittlerweile rund 33-40% der Internetuser unterwegs sind. Ach ja, ein eigenes Betriebssystem besitzen sie ja mit Android auch. Google sieht also wirklich alles.

Dein Artikel sollte ein Problem lösen

Ja, man liest es immer wieder und trotzdem halte auch ich mich nicht immer daran. Dein Artikel sollte eine konkrete Frage beantworten oder ein Problem lösen. Natürlich ist es für dich, dein Umfeld und auch für deine Stammleser interessant, wenn du zum Beispiel über den Weg zu deinem Marathon berichtest. Aber kein Mensch wird dich mit solchen Tagebucheinträgen über Google finden. Welchen Suchbegriff soll er denn da verwenden?

Ich sehe es auch bei mir. Meine Tutorials werden regelmäßig über Google gefunden, während meine Arbeitsnachweise zwar gut auf Facebook und bei meinen Freunden ankommen, aber halt so gut wie kein Besucher über eine Suchmaschine darauf stößt.

Im besten Fall schreibst du über einen Sachverhalt, die andere noch nicht oder schlechter erklärt haben. Wenn dein Content gut ist, bin ich der festen Überzeugung, dass dich auch Google dafür belohnt, wenn du folgende Hinweise beachtest:

OnPage SEO

Die wichtigste Maßnahme als Blogger und Webseitenbetreiber ist sogenanntes OnPage SEO, weil nur das hast du 100%ig selbst in der Hand. OnPage SEO bedeutet so viel wie „Mache deine eigene Seite durchsuchbar“.

Die Bots die dich regelmäßig besuchen sind zwar sehr intelligent, sie sind aber effektiver in ihrer Einschätzung, wenn du ihnen ein paar Hilfen zur Hand gibst. Auf die möchte ich nun einzeln eingehen.

Statistik: Welche SEO-Strategie betreibt Ihr Unternehmen? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Überschrift deines Artikels:

Eine der wichtigsten Kriterien, ob dein Artikel geklickt wird oder nicht ist der Seitentitel. Deshalb sollte dein Beitragstitel so gewählt werden, dass jemand der nach dem Problem sucht, sich auch von dem Titel angesprochen fühlen.

Ich möchte mit diesem Artikel erreichen, dass sich Blogger, die SEO Grundlagen lernen möchten diesen Beitrag finden und anklicken. Ich denke, das habe ich mit meiner Überschrift hinbekommen.

Ein Screenshot der WordPress Titeleingabe mit der Überschrift dieses Beitrages: Blogger 1x1 - Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Die Überschrift ist ein sehr wichtiger Rankingfaktor

Die Kunst hierbei ist auch die richtige Länge hinzubekommen. Wenn die Überschrift zu lang ist, wird sie in den Suchmaschinenergebnissen gekürzt dargestellt. Ist sie zu kurz bekommt man keine Suchbegriffe unter. Man sagt 50-60 Zeichen wären ideal. Genau kann man es aber nicht sagen, da Google auch die Wichtigkeit von Wörtern bewertet. Man kann Google aber auch eine abweichende Überschrift, die in Suchergebnissen angezeigt werden soll vorgeben. Dazu aber später mehr.

H-Überschriften

Suchmaschinen hangeln sich genauso wie Leser durch den Text und sind erfreut darüber, wenn dein Text strukturiert dargestellt wird.

Dafür gibt es in HTML den <h> – Tag. Wobei H1 der wichtigste Tag und H6 der „unwichtigste“ Tag ist. Deine Überschrift muss immer zwischen den Befehlen sein also folgendermaßen:

<h1>Das ist eine wichtige Überschrift</h1>

<h2>Das ist die zweitwichtigste Überschrift</h2>

usw.

WordPress – Blogger können das automatisch mit der Formatierungsleiste lösen.

Ein Screenshot der Textformatierungsleiste von WordPress bei den die einzelnen Überschriftenformate hervorgehoben sind.

Überschrift 1 = h1 usw.

Zu beachten gilt es, dass du auf jeden Fall nur einmal die <h1> – Überschrift verwenden darfst in deinem Artikel. Ansonsten strafen das Suchmaschinen ab. Manche Templates machen aus der Artikelüberschrift automatisch ein <h1>-Tag, dann darf man es natürlich im Text nicht mehr verwenden. Darauf solltet ihr ein Auge werfen, ob ihr so ein Template besitzt.

Zudem sollte der Text der Unterüberschrift ebenfalls einen Sinn ergeben, Suchworte enthalten und nicht so lange sein, dass es dein Design sprengt.

Bilder SEO-gerecht einbauen

Nicht nur weil auch die Google-Image-Suche eine gute Besucherquelle ist, sondern da Bilder den Artikel aufwerten ist der richtige Einbau von Bildern in deinen Blog auch ein gewichtiger SEO-Faktor.

Dateinamen:

Selbstverständlich sollte der Dateiname etwas mit dem Bild und bestenfalls auch was mit deinem Hauptsuchwort zu tun haben. Aber nur, wenn das Bild auch wirklich etwas damit zu tun hat. Wenn Google feststellt, dass du hier versuchst zu manipulieren, dann kann das auch zur Abstrafung führen. Technisch sollte die maximale Länge sollten 255 Zeichen sein. Für SEO solltest du trotzdem auf kurze und prägnante Dateinamen achten und keine Umlaute oder Sonderzeichen verwenden.

Ein Screenshot, wie ich SEO taugliche Dateinamen angelegt habe

So sehen meine Dateinamen zum Beispiel aus. Manche verwenden auch lieber ein Bindestrich statt einem Leerzeichen.

Größe des Bildes:

Viele SEO-Profis werden euch einbläuen, dass die Geschwindigkeit der Seite ein sehr wichtiger Faktor in der Suchmaschinenoptimierung ist. Wenn ich mir jedoch die besucherstärksten Seiten der Welt anschaue, muss ich dem widersprechen.

Außerdem ist es für Leute, die sich nicht so für Technik begeistern können unheimlich schwierig zu verstehen, welche Maßnahmen man ergreifen muss um eine blitzschnelle Seite zu bekommen. Deshalb gehe ich hier in meinem Blogger 1×1 nicht darauf ein, verwendet eure Energie lieber um guten Content zu produzieren.

Was allerdings wenig Aufwand macht und sowohl beim Smartphone-Nutzer als auch bei Google gut ankommt ist die Bildgröße zu optimieren. Hier gilt es zwei Dinge zu beachten:

  • Metadaten des Bildes entfernen:

In einem Bild sind sehr viele Daten gespeichert, die für die Anzeige unerheblich sind. Schmeißt man die heraus, verringert das automatisch die Bildgröße. Man nennt das Exif-Daten. Wie das per Hand funktioniert erklärt Teltarif.de.

  • Die richtige Bildqualität & Größe verwenden

Verwende immer nur die Bildqualität, die du auch wirklich benötigst. Um ein kleines Teaser-Bild einzubinden ist es schwachsinnig ein 6 MB Bild mit höchster Auflösung in deinen Blog hochzuladen. Auch sollte das Bild immer exakt die Abmessungen besitzen, wie du sie auch benötigst. WordPress erstellt deshalb bei jedem Upload automatisch unterschiedliche Abmessungen, diese solltest du auch verwenden. Standardmäßig sind das drei Formate, deren Größe du unter „Einstellungen->Medien“ ändern kannst.

Bildgrößeneinstellung in WordPress

Smush Plugins für WordPress

Um die Metadaten herauszuschmeißen und das Bild ohne Qualitätsverlust zu komprimieren gibt es für WordPress mittlerweile sehr gute Plugins, die Freemium schon einen guten Dienst leisten. Ich bin sowohl mit Smushit als auch mit Optimus  sehr zufrieden. Die muss man nur einmal installieren und schon optimieren sie eure Bilder direkt beim Upload. Das verlängert zwar den Upload-Zeitraum minimal, ist ansonsten aber kinderleicht.

Smushit hat den Vorteil, dass man auch alte Bilder im nachhinein optimieren kann. Allerdings ist die maximale Optimierung der Bilder in der kostenlosen Variante nicht gegeben. Wohningegen Optimize nur neue Bilder optimiert, aber die dann auch maximal. Beide Plugins haben in der kostenlose Variante allerdings Einschränkungen in der Wahl der Dateiendungen und Größe.

Bildbeschreibung und alt-Text

Im Moment trainieren viele KI-Anbieter und somit auch Google ihre künstliche Intelligenz darin, den Inhalt von Bildern zu erkennen. Auch wenn andere SEO-Artikel euch den Tipp geben dort viele Suchwörter unterzubringen sage ich euch jedoch, dass das nicht mehr lange gut gehen wird. Also beschreibe dort einfach das, was auf dem Bild zu sehen ist. Wenn du ein guter Autor bist verwendest du ja sowieso nur Bilder, die auch mit deiner Kernaussage zu tun haben.

Das Wikipedia Beispiel, wie Image in HTML eingebunden wird, inkl. alt-Text

So sieht standardmäßig die Einbindung eines Bildes in HTML inklusive alt-Text aus. Quelle: Wikipedia

Der sogenannte alt-Text wurde zu Urzeiten eingeführt, als es noch Browser gab, die keine Bilder anzeigen konnten. Also sollte man dort das Bild möglichst exakt beschreiben, damit sich jemand, der das Bild nicht sieht etwas darunter vorstellen kann. Da heutzutage vor allem Softwares für Sehbehinderte das ebenfalls so handhaben, versuche ich den alt-Text so zu verfassen, wie wenn ich einem Blinden das Bild erklären würde.

In der Bildunterschrift sollte man noch einmal auf den Inhalt des Bildes eingehen. Ich mache das allerdings nur, wenn es auch für den Leser einen Sinn ergibt.

Das Ganze habe ich einmal für eine Präsentation zusammengefasst und möchte ich euch an dieser Stelle nicht vorenthalten:

Zeigt das Datei-Upload Menü von WordPess und daneben Tipps, wie man das Bild am besten einfügt und bearbeitet.

Zum Thema Copyright bei Bildern beachten habe ich letzte Woche einen ausführlichen Artikel veröffentlicht.

Interne Verlinkungen

Du solltest in deinen Texten auch immer interne Verlinkungen vornehmen. Das bringt nicht nur deine Leser dazu, sich durch dein Blog zu klicken sondern lässt den Suchmaschinenbot auch auf deiner Seite verweilen. Zudem lernt der Bot durch die Art der Verlinkung, um was es dir bei den verlinkten Artikel geht und wozu er gut ist. Man geht übrigens davon aus, dass Wikipedia ohne die vielen internen Verlinkungen niemals so erfolgreich geworden wäre.

Dazu wechsel ruhig ab, wie du verlinkst. Zum Beispiel kann man schon auch mal ein einzelnes Key-Wort auf einen Beitrag oder eine Kategorie verlinken. Allerdings sollte man es hier nicht übertreiben, da viele mit solchen Methoden schon Suchmaschinen manipuliert haben und diese nun dafür sensibel sind.

Deshalb eignet es sich auch einmal ganze Textpassagen zu verlinken. Alle 50 Mal kann auch eine einfach „hier“-Verlinkung eingestreut werden. Also eine Verlinkung, die den Link eigentlich nicht beschreibt.

Metadaten bereitstellen

Die Metadaten sind ein Überbleibsel aus den von mir oben beschriebenen Anfängen der Suchmaschinenwelt. Zwischenzeitlich bei SEO für tot erklärt, erlebten sie nach dem Aufschwung der sozialen Medien eine Renaissance.

Die Metadaten befinden sich im sogenannten Header-Bereich (fängt mit <head> an und hört mit </head> auf) deiner Homepage und sehen für jede Seite anders aus. Um diese zu sehen musst du mit deinem Browser den Quelltext anzeigen lassen. Was zumeist mit Rechtsklick funktioniert.

Die Anzeige von Google Chrome wenn man bei einer Webseite mit der Maus rechts klickt

So sieht es im Google Chrome aus, wenn man den Quelltext anzeigen lassen möchte. In anderen Browser ist es ähnlich.

So könnten Metadaten aussehen.

Auszug der Metadaten aus einem Plötzlich-Selbständig.de Artikel

Auszug der Metadaten aus einem Plötzlich-Selbständig.de Artikel

Die Metadaten geben Suchmaschinen und sozialen Portalen wie Facebook und Twitter zahlreiche Informationen mit auf dem Weg. Beispielsweise wie man gerne in den Suchmaschinenergebnissen angezeigt werden möchte oder welches Vorschaubild in sozialen Medien verwendet werden soll.

Aber auch die Sprache des Textes, der Veröffentlichungszeitraum, wann und ob der Artikel geupdatet wurde und vieles vieles mehr kann man mit den Metadaten an Informationen bereitstellen.

Damit man es nicht für alle Seiten einzeln machen muss gibt es hier selbstverständlich auch Plugins.

SEO WordPless Plugins Empfehlungen

Ich bin sowohl mit YOAST Seo als auch mit Seo Ultimate sehr zufrieden.

YOAST ist quasi die eierlegende Wollmilchsau der SEO-Plugins. Dieses bewertet zudem euren Text, ob er alle SEO-Kriterien besteht. Das macht aber viele Blogger so verrückt, dass sie irgendwann anfangen nur noch so zu schreiben, dass das Plugin nicht meckert und den eigentlichen Leser vergessen. Denn dem müssen ja deine Texte gefallen. Wer zum YOAST Profi werden möchte, den kann ich den Artikel von Miss-Webdesign wärmstens ans Herz legen.

Wenn du lieber ein schlichtes und funktionales Plugin haben möchtest, dann greife zu Seo Ultimate.

Bei beiden Plugins ist die Hauptfunktionalität, dass automatisch dein Beitragsbild als Vorschaubild für Facebook und Co. genommen wird (kann aber individualisiert werden) und dass man den Beitragstitel und Beschreibung für die Darstellung in Suchmaschinen und in Facebook noch verfeinern kann.

Die SEO Box vom YOAST Plugin

So eine Box findest du bei jedem SEO-Plugin und das ist eigentlich das wichtigste Element.

Sonstige OnPage-Optimierungen

Bei den sonstigen OnPage-Optimierungen musst du dir zum Glück nur einmalig oder nur sehr selten Gedanken machen und nicht wie bei den obigen Punkten für jeden Beitrag.

  • Einen guten Seitentitel und eine aussagekräftige Seitenbeschreibung verwenden.
  • Aussagekräftige Kategorien und Schlagwörter anlegen verwenden.
  • Den Blog für Suchmaschinen zur Indexierung freigeben.
  • Eine vernünftige Permalinkstruktur verwenden.

=> Über alle diese vier Punkte habe ich schon im Blogger 1×1 Beitrag zum Thema „Die wichtigsten WordPress Einstellungen“ gebloggt.

Außerdem sollte die Menüführung deines Templates den User zu deinen Hauptthemen navigieren. Zudem muss dein Design responsiv sein. Das heißt, es muss auch auf dem Smartphone gut bedienbar sein.

Die wichtigsten SEO Grundlagen

Das war nun aus meiner Sicht das 1×1 der Suchmaschinenoptimierung für Blogger. Ich glaube auch, dass als einzelner Blogger nicht so viel mehr geht. Man muss sich trotzdem vor Augen führen, dass wir hier jetzt nur ~20 der über 200 Rankingfaktoren abgebildet haben. Ohne Budget muss man aber vor allem auf die Effizienz seiner Maßnahmen schauen. Deshalb sollte man sich auf das wichtigste konzentrieren und das tust du meiner Meinung nach, wenn du diese SEO-Tipps für Blogger befolgst.

Ich würde mich freuen, wenn du meinen Newsletter abonnieren würdest. Dann verpasst du auch keinen interessanten Beitrag mehr.

Benachrichtige mich:



Dies war ein Artikel für die Artikelreihe Blogger 1×1: Alles was du als Blogger wissen musst.

Arbeitsnachweis Januar 2017

Jemand stempelt seine Stempelkarte ab zum Arbeitsnachweis

Bild: Alexey Stiop / shutterstock.com

Vorab muss ich sagen, dass ich von meiner Performance im Januar nicht recht begeistert bin.

Mich hat es gleich zweimal erwischt und das obwohl ich seitdem ich fast täglich Rad fahre nicht mehr krank war. Aber an Weihnachten hatte ich viel Kontakt mit meinem Neffen und später mit dem Sohn eines Kumpels. Und gegen Kinderviren ist anscheinend das beste Immunsystem nicht gewappnet. Auch mein Geburtstag war der Arbeitszeit nicht unbedingt zuträglich.

Aber genug der Ausreden und zur detaillierten Auflistung meines Arbeitsaufwands als Selbständiger im Januar 2017.

Statistik für den Januar 2017:

119:30 h Bürostunden und 91:42 Produktivstunden sind im Januar zusammengekommen. Das ergibt einen Produktivitätsanteil von 76,7%. Im Vergleich zum November (für den Dez. habe ich keine Auswertung gemacht, weil es einen Jahresrückblick gab), waren das 41:53 Produktivstunden weniger, was man natürlich am Output merkt. Dazu muss ich jedoch sagen, mein Produktivitätsanteil war knapp 10% höher als im November.

Ein Balkendiagramm mit dem Vergleich meiner Bürozeit mit der Produktivzeit nach einzelnen Tagen aufgeschlüsselt

Januar 2017 Statistik: Bürozeit: 119:30h, Produktivzeit 91:42h, Produktivitätsanteil 76,7%

Projektfortschritte:

RegSoft/Kunden

Wer den Jahresrückblick gelesen hat weiß, dass ich nicht ganz zufrieden mit der Performance des Großprojekts war. Das hat sich ein bisschen relativiert, weil mit den Nachbesserungen jetzt alles soweit erledigt ist und ich denke, dass ich das auch gut kommunizieren konnte, dass von meiner Seite aus die Hände gebunden waren. Das führte sogar zu einem etwas größerem Folgeauftrag, den ich jetzt hoffentlich realistischer kalkuliert habe. Somit ist dieses Jahr soweit „gerettet“. Was so viel heißt, dass ich auf jeden Fall mit dem gleichen „Lebensstandard“ weiterleben kann, wenn nicht irgend etwas total verrücktes passiert. Was aber natürlich nicht mein Ziel ist.

Mit der Firma, mit der ich seit 2 Jahren im Technikbereich kooperiere und seit ~September das Marketing teilweise übernommen habe läuft es auch ganz gut. Es sieht so aus, als würden die Maßnahmen langsam fruchten. So konnte der Umsatz im Januar im Vergleich zu 2016 um 60,77% gesteigert werden. Auch jetzt Anfang Februar sieht es im Vergleichszeitraum sehr gut aus. Dazu aber dann nächstes Monat mehr.

Plötzlich-Selbständig

Im Januar habe ich versucht ein bisschen mehr Zeit für diesen Blog hier aufzuwenden. Das führte auch zu zufriedenstellenden drei Beiträgen. Die meiner Meinung nach alle über eine gute Qualität verfügen und jeder die magische 1.000 Wortmarke geknackt hat.

Dazu gab es noch einen Newsletter. Außerdem habe ich das Exit-PopUp noch mit einem Bild von mir ausgestattet. Ich hoffe, dass das die Leute nicht abschreckt und dies zu einer Steigerung der Konversionsrate bzgl. Newsletterregistrierungen führt. Allerdings habe ich nach konstruktiver Kritik meines Umfeldes die Cookie-Laufzeit erhöht, sodass ihr das PopUp erst wieder erhalten solltet, wenn ihr euren Cache geleert habt.

Ich würde mich freuen, wenn du meinen Newsletter abonnieren würdest. Dann verpasst du auch keinen interessanten Beitrag mehr.

Benachrichtige mich:



Blog2Help

Mein Regenwald- und Umweltblog kam im Januar deutlich zu kurz. Auch bis Dato habe ich leider noch nichts großartiges daran gemacht. Obwohl es eigentlich einen Grund zu feiern gegeben hat. In der von mir entwickelten Spendenbox kam es zum 200.000sten Spendenklick.

Dafür habe ich dank Unterstützung meines Praktikanten ein Dankeschönvideo erstellt (siehe Facebook), das für Blog2Help-Verhältnisse gut angekommen ist. Trotzdem hätte ich mir ein bisschen mehr erwartet.

Beiträge habe ich zwei verfasst:

Außerdem habe ich die Datenbank auf meinen SSD-Server umgezogen, wodurch es zu leichten Verbesserungen bei der Ladezeit kommt.

BBV-Wars

Eigentlich wollte ich ja keine Zeit mehr für mein Browsergame „verschwenden“. Aber irgendwie hat mich doch die Lust gepackt und ich habe ein Modul hinzuprogrammiert. Die Absicht dahinter war eigentlich, wieder in einen Programmier-Flow für die anderen Projekte zu kommen. Der Flow ist aber leider im Alltag untergegangen. Aber es hat zumindest die letzten zehn treuen Seelen ein bisschen erfreut, dass es Futter gibt.

Tortendiagramm mit den Stundenaufwände meiner einzelnen Projekte im Januar 2017

Das war mein nicht allzu überragender Januar, der aber trotzdem sehr wichtig war und positive Weichen für das Jahr 2017 gestellt hat.